Nils Koppruch und Gisbert zu Knyphausen am 21.03.2009 in Bremen

Nils Koppruch und Gisbert zu Knyphausen sollten eigentlich schon im Januar im Lagerhaus Bremen spielen. Gisbert mußte das Konzert damals wegen Grippe absagen, aber hier kommt die Entschädigung. Knyphausen & Koppruch.

Nichts wie hin, das wird bestimmt wunderbar! Gespannt darf man sein auf die Live-Version des gemeinsam geschriebenen Songs „Knochen und Fleisch“.

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Hier die Berichte:

Micha :o) schrieb 22. März 2009, 22:42 :

So gleich und so verschieden.

Der Aufforderung bei myspace, die Eindrücke des Konzerts im Lagerhaus/Bremen auch hier nieder zu schreiben, komme ich gerne nach, und hoffe den Künstlern somit ein wenig zurück geben zu können.

Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch luden ein, zu zwei mal Solo – Gesang und Gitarre. Zwei Künstler, die beide auf ihre Art zu überzeugen wussten, bereiteten im Wechsel den über 400 Anwesenden einen wirklich schönen und facettenreichen Liederabend. Wir erlebten Singer-Songwriter, die gekonnt ihr Handwerk vortrugen und sichtlich Spaß dabei hatten. Gegen Ende des fast zweieinhalbstündigen Auftritts wurde den durchweg begeisterten Zuhörern auch das oben angesprochene ‘Knochen und Fleisch’ präsentiert. Ein Stück, dass hoffen lässt, in Zukunft noch weitere gemeinsame Projekte von Gisbert und Nils hören und erleben zu können.

Es war wunderbar und schreit nach mehr.

 

Hier ein Artikel aus dem WESER KURIERonline vom 23.03.2009

Ein Abend, zwei Liedermacher
Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch spielen im Lagerhaus – Von Anders Becker

Bremen. Ein Abend mit zwei Liedermachern, die sich allein mit Akustikgitarre begleiten, kann schnell gleichförmig und ermüdend wirken. Das haben sich wohl auch Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch gedacht, die zusammen im Lagerhaus in der Schildstraße gastierten. So kamen sie auf die Idee, nicht nacheinander ein komplettes Set zu spielen, sondern sich nach einigen Liedern jeweils abzuwechseln.

Nils Koppruch, Jahrgang 1963, genoss als Frontmann der Gruppe Fink einigen kommerziellen Erfolg. Der 16 Jahre jüngere Gisbert zu Knyphausen gilt als eine der großen Neuentdeckungen im deutschsprachigen Bereich.

Die Grundstimmung der beiden Künstler erwies sich als überraschend gegensätzlich. Koppruch präsentiert sich in seinen Stücken als hoffnungsvoller Romantiker. Seine sehr persönlichen Texte sind an nahestehende Menschen gerichtet, aus ihnen spricht die Erfahrung großer Enttäuschungen. Doch gerade daraus erwächst der Wunsch nach Vertrauen und Geborgenheit. Dabei fungieren häufig Naturbeschreibungen als Spiegel der Seele. Manchmal genügen Koppruch einsame Textzeilen, die dann durch versponnene Gitarrenmelodien stimmungsvoll ergänzt werden. Mit dieser lakonischen Art erinnern seine Lieder durchaus an Songs von Element of Crime.

Dass eigentlich Gisbert zu Knyphausen mit Sven Regeners Band verglichen wird, verwundert bei seinen Texten: Der Wahl-Hamburger hat seine Erfahrungen mit einer fatalistischen Einstellung aufgearbeitet: Auch wenn vielleicht im Augenblick alles positiv aussieht: Die Seifenblase wird platzen. Diese Botschaft zelebriert zu Knyphausen mal filigran verträumt, dann aber auch aggressiv. Dass er einige seiner Auftritte mit Bandbegleitung bestreitet, kann man sich gerade bei diesen Songs gut vorstellen.

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