Ist kurz und gut Musik genug?

Musik-Quickie

Läßt man die letzen Monate Revue passieren könnte auffallen, daß Nils Koppruch jüngst gerne für „das erste Mal“ von Veranstaltungsreihen eingeladen wurde. Durfte er zuletzt doch als erster Künstler den Hamburger Musikpreis HANS gestalten, im Mai war er musikalischer Premierengast der etwas anderen Kochshow Konspirative Küchenkonzerte.

Ab November startet eine neue Hamburger Konzert-Reihe: der Musik-Quickie – auch diesmal wird Nils als erster Gast seine Lieder spielen. Das Quickie-Konzept selber ist nicht neu. Seit August 2007 organisieren die Autoren Lou Probsthayn und Gunter Gerlach regelmäßig die Hamburger Lesungsreihe Literatur Quickie: Ein geladener Autor, eine Autorin wird von den Gastgebern kurz vorgestellt und bekommt anschließend 17 Minuten Zeit, um das Publikum zu begeistern. In der Kürze liegt die Würze. Je überzeugender die Darbietung, desto üppiger der Obolus, den die Gäste später für den Vortragenden in den kursierenden Hut werfen. Das hat was von Straßenkunst. Die Bilanz der Veranstalter: im Durchschnitt 50 Zuschauer pro Abend und 70 Euro im Hut. (Naja, ihr Hamburger – spendabel ist anders!)

Ab November ist jeder Dienstag Quickie-Tag im Feldstern, den der Musiker Siebeth und Gunter Gerlach organsieren. 3 Lieder in gefühlten 3 Minuten – unplugged – ohne Zugaben. Zur Premiere spielt der Meister der Gelassenheit Nils Koppruch.

Aus der Ankündigung des Feldstern:

Geliebt und vogelfrei! Sechs Alben lang war er mit seiner Band FINK unterwegs. Jetzt ist Nils Koppruch vogelfrei und man fragt sich, warum er noch nicht weltberühmt ist. Vielleicht liegt es daran, dass er zu nett ist. An seinen großartigen Songs kann es nicht liegen. Wir freuen uns darauf, mit ihm zu starten, denn ganz nebenbei ist er auch noch Maler. Und seine Bilder hängen bei uns genauso, wie seine letzte CD dort rotiert.

Brisante Frage, die sich am 03.November ab 21:21Uhr die Gäste des ersten Musik-Quickies stellen dürfen: Ist Nils Koppruch der Typ für einen Quickie?

admines* Antwort: Nils und seine Musik sind zu schön um schnell zu sein, aber goldrichtig für „ein erstes Mal“ ;-)

Advertisements

One response to “Ist kurz und gut Musik genug?

  • admine

    Britta schreibt:

    Hallo Astrid,

    wir waren gestern im Feldstern! Allerdings habe ich vom ersten Lied nur noch die letzten Takte gehört, es war aber glaube ich was Neues.
    Dann kam das Lied mit dem Hut von Brecht und dann noch ein neues: „Armer Junge weint“. Das war echt schön, weil Nils dazu erzählt hat, dass er sich oft einfach nur Liedtitel ausdenkt, also Liedtitel kreiert, die er interessant findet, und dann macht er erst danach ein Lied dazu.
    Am Ende hat er dann mit einem lustigen Lachen dafür gedankt, dass die Leute es geschafft haben, soo lange die Aufmerksamkeit auf ihn zu richten. Insgesamt hat sein Auftritt 15 Minuten gedauert. Aber das Ende des letzten Liedes hat er auch extra in die Länge gezogen.

    Ich fands irgendwie besonders und lustig. Aber 3 Lieder von Nils sind natürlich viel zu wenig!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: