Festival-Wochenende Teil 2: RhEINKULTUR

Zu Deutschlands größtem, eintrittsfreien Festival in den Bonner Rheinauen, der RhEINKULTUR, hier nur ein paar Eckdaten: Das Festival hat seinen Überlebenskampf Dank zahlreicher Unterstützer für 2011 bestanden, wie immer gibt es vier Konzert-Bühnen, Dank optimalem Wetter kommen 160.000 Besucher, Einlaßstopp ab 18:00Uhr weil die Wiese voll ist, Krawalle an der Hip-Hop-Bühne mit Polizeieinsatz und Programmabbruch, Medienpräsenz von Rockpalast und anderen Sendern an den Hauptbühnen, „wo die echte Bombe tickt“.

Ein wenig abseits vom Strom liegt die Grüne Bühne, wo ab 18:00Uhr Nils Koppruch spielen wird. Dies ist eigentlich der schönste Ort der Festivals, wenn man Musik hören möchte. Hier treten meist Solo-Künstler, internationale Singer-Songwriter, unentdeckte Talente oder sonstige Skurilitäten auf. Also eher der Platz für neugierige Musikfans als für spaßwütiges Tanzvolk. Eine breite Wiese schwingt sich gegenüber der Bühne hoch zu einem großzügigen, baumbeschatteten Hang, der von Zuhörern immer gut bevölkert wird.
Da das Festival pünktlich um Mitternacht beendet sein muß, herrscht ein straffer Zeitplan. Für die Musiker bedeutet das fliegenden Wechsel: backstage einchecken – Sound checken – Show spielen – auschecken.
Nachdem die Vorgängerband „Max Prosa“ ihr Konzert beendet, strömen viele Anwesende weiter zur roten Bühne, auf der zeitgleich mit Nils Koppruch die Band Jupiter Jones angekündigt wird. Soll´n sie doch! Wie so oft: die Leute, die Nils Koppruch sehen wollen, sind nicht immer zahlreich, dafür aber sehr aufmerksam bei der Sache. Im Bereich vor der Bühne finden sich um die 100 aktiven Zuschauer ein. Am Hang sitzen geschätzte 300 passive Mithörer. Der Zeitplan sieht nur 40 Minuten Spielzeit vor. Die trocken-humorigen Ansagen zu den Stücken sind heute daher selten und die Setlist um vier Songs kürzer, als am Vorabend in Duisburg (s. Bericht)

– Armer Junge weint
– Mit eigenen Augen
– Kirschen
– Den Teufel tun
– Komm Küssen
– Talkin´ Darum Blues
– Die Aussicht
– Wort im Wasser
– Verrückt vor Liebe
– Loch in der Welt
– Stadt in Angst

 Eine Fan-Clique aus dem Dunstkreis des Grand Hotel van Cleef sorgt für ausgelassene Stimmung. Jubel, Gesang, Arm-in Arm-Geschunkel. Wir sollten diese Schunkel-Reihe doch bitte fortsetzen bis zur Hip-Hop Bühne, freut sich Nils. Gute Laune auf und vor der Bühne sowieso.

Ein netter Mensch hat drei Videos vom Konzert gemacht, hier das schönste davon, „Kirschen“:

Der Applaus schlägt gerade in Zugabe-Rufe um, doch der Moderator der grünen Bühne leitet bereits schmerzlos zur nächsten Band über. Wer die Muße hatte, noch ein wenig zu bleiben, konnte später am Rande der Bühne eine CARUSO CD erwerben und signieren lassen.
Schade, dass ein verdammt schönes Konzertwochenende hier schon enden muss. Musikalisch klingt Nils mit Band so rund, als hätten sich Lars Paetzelt (Bass) und Marcus Schneider (Gitarre) jetzt gerade richtig warmgespielt. Nun müsste man doch bitte noch ein paar Termine dranhängen!
In absehbarer Zeit steht erst mal das Dachgartenkonzert des Clubs Übel & Gefährlich in Hamburg auf dem Plan. Also: Hingehen!

Fotos © Astrid Mönch-Tabori, Verwendung nach Rücksprache
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