BonnerLärmAnstalt spielt leise Töne – Nils Koppruch @ BLA

Das Stammpublikum des BLA mag an diesem Abend seinen Ohren nicht getraut haben. Ruhige, deutsche, folkige Töne wo sonst Dezibel regieren! Welche Umstände auch immer dazu geführt haben mögen, Nils Koppruch und den Wald in einen Laden zu lotsen, der sonst eher die härtere Gangart pflegt, mag rätselhaft bleiben, für Fans in NRW war es auf jeden Fall eine Freude, Nils und Band live hören zu können.

Die Supportband Leoniden aus Kiel bretterte in anspruchsvollem Disco-Punk zunächst durch ein 30minütiges Set, dass Stammgäste wohl zum Verweilen einladen sollte und von Koppruch-Hörern geduldig belauscht wurde. Die Bühnenpräsenz des Sängers und Frontmannes überzeugte nicht unbedingt, dafür lieferten der Gitarrist beachtliche Darbietungen in Form von Ausdruckstanz mit Gitarre und der Bassist in technischer Qualität.

Die Umbaupause brauchte es dann, um die Gehörgänge wieder frei zu bekommen. Trotz des beachtlichen Lärmpegels kann dem BLA ein glasklarer Sound attestieren werden, was besonders dem Konzert von Nils Koppruch & Dem Wald sehr zugute kam. Im Vergleich zu den Vorgängerkonzerten der Tour schien das Set an diesem Abend ein wenig abgespeckt, auf das fulminante „Staub und Gold“ oder die Fink-Klassiker „Loch in der Welt“ oder „Kleines grünes Haus“ wurde verzichtet. Auch die Ansagen zwischen den Stücken entfielen überwiegend oder verblieben im Monolog. Den neuen Song „Zieh dein Hemd aus Moses“ stellte Nils vor als Arbeits-Shanty. Das Publikum, das sicher nicht nur aus dem Bonner Raum stammte, war in jedem Fall begeistert und konnte sich eine umfangreichere Zugabe in Form von zwei Solo – und weiteren zwei Bandstücken erklatschen, darunter das wunderschöne Stück „Wohin du gehst“! In den zweiten Schlussapplaus spielten die Clubbetreiber Musik ein und beendeten den Abend etwas abrupt auf ihre Weise.

Viele Konzertbesucher nutzen den Umstand des fehlenden Backstage-Raumes, um im Anschluss ans Konzert noch ein wenig mit Nils zu plaudern, CDs zu kaufen und diese signieren zu lassen oder sich mit Handschlag persönlich zu verabschieden.

Nicht nur die hier Schreibende hat das BLA mit einem glücklichen Lächeln verlassen!

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