Kid Kopphausen I

 

 © Foto Dennis Williamson

Die phänomenale Kooperationsfreude des Songwriters Gisbert zu Knyphausen, den der Erfolg zwischen 2009 und 2012 schwindelerregend durch die Decke katapultierte, ist in der deutschen Songwriterszene sicher eine erfreuliche Besonderheit. So nahm er mit Nils Koppruch lange vor der Mitwirkung an „Die Aussicht“ (Caruso) den Benefizsong „Knochen & Fleisch“ für ein Hamburger Obdachlosenmagazin auf, mit Lichter wurde getourt und wurden gegenseitig Songs („Leerer Raum“, „Spieglein Spieglein“) gecovert, von Daantje & the golden handwerk lieh Gisbert sich zunächst „Wer Du bist“, im Gegenzug konnte Daantje mit der kompletten Band sein Album „ach“ produzieren. Mit Schöftland aus Bern entstand „Hier in der Kleinstadt“, mit Clickcklickdecker alias Kevin Haman gab es die Split-Single „Frau Himmelblau bittet zum Tanz“ & „Die Aufgabe davor und die Abgabe danach“, mit Herrenmagazin nahm man gemeinsam „Alle sind so“ auf. Und die Liste ließe sich wohl noch erweitern …

Hinter all diesen Gemeinschaftsprojekten steht sicher mehr als die Bereitschaft, andere Musiker generös mit ins Erfolgs-Boot zu nehmen, das gerade so gut über die Wellen des Musikbusiness schippert. Gisbert lädt seine Hörer gerne ein, über den Tellerrand zu hören, auch wenn´s nicht seiner eigener ist. Und er scheint sehr offen zu sein für unterschiedliche, musikalische Impulse, Ideen und Herangehensweisen. Kompatibel, neugierig und experimentierfreudig von Hip-Hop über Elektro-Pop, von LoFi bis Punk, und dabei dennoch unverkennbar stiltreu und authentisch.

Während dieser Blogbeitrag entsteht haben Herr KOPPruch und Herr zu KnypHAUSEN mit einer Handvoll ausgewählter Musiker die Phase der intensiven Proben für das gemeinsame Album abgeschlossen, um erfolgreich zu konservieren und zu veredeln, worauf die mehr als neugierige Hörerschaft beider Künstler seit Monaten wartet. Das gemeinsame Werk wird beim Label  Trocadero erscheinen und soll, laut Information des Rolling Stone schlicht „I“ lauten. „Kid Kopphausen“ sei zunächst der griffige Werktitel, den man aber noch erweitern wolle, verriet Nils im Januar bei einem Video-Interview für Knust TV. Gisbert gab in einem Interview für den Musikblog „Lieblingstape“ im Februar preis, dass der Name „Kid Kopphausen und die Steinfeldvariation“ lauten könnte. Aha.

Nun denn, das Kind braucht einen Namen und wie auch immer das „Ki(n)d“ getauft wird, soll der Name wohl schon zeigen: es ist weder Nils drittes Solo-Album ohne FINK mit Kooperation von Gisbert, noch Gisberts drittes Bandalbum. Es ist die Umsetzung eines beiderseits lange gehegten, aber wegen Zeitmangel aufgeschobenen Plans, etwas Gemeinsames zu produzieren. Wir dürfen uns auf ein komplett eigenständiges Projekt mit einer eigenen Bandformation freuen. Welche Musiker dabei im einzelnen mitwirken wurde bislang nicht verraten. Immerhin rückt das Release-Datum Mitte August in Countdown-fähige Dimensionen und ein paar Daten des ersten Tourabschnitts in den wichtigsten Metropolen der Nation stehen auch bereits fest.

Als kleine Kostprobe der neuen Songs: „Zieh dein Hemd aus Moses“ – unplugged

[youtube.com/watch?v=-E9VuiDqWRU]

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