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Steine ins Rollen bringen – der Rolling Stone No.190

Der hypnotisierende Blick von Prince auf dem violetten Titelblatt des aktuellen Rolling Stone (RS 190), flankiert von Schlagworten wie „Sex, Gott, Funk“ oder „Lady Gaga“ wären für manche/n eher ein Beweggrund, das renomierte Magazin im Regal liegen zu lassen. Die zartere Versuchung des lila Papiers wartet dann aber im Inneren des Marktgeschreis: die acht Songs umfassende Beilagen-CD New Noises Vol.101, auf der Nils Koppruch mit der Single „Kirschen“ vertreten ist. Lecker.

Aber nicht nur Ohrenschmaus erhält der geneigte Käufer. Gleich zwei weitere Artikel widmen sich Nils Koppruch und seinem zweiten Solo-Album „Caruso“. RS-Mitarbeiter Jörg Feyer hat den Musiker in seinem selbst eingericheten Kellerstudio auf St.Pauli besucht und ist dem Entstehungsort des Albums sozusagen auf den Grund gegangen. „Backstage unterm Neonlicht“ beleuchtet, warum die Auswahl auf den Titel „Caruso“ fiel.

In der Rubrik Tonträger schenkt Redakteur Maik Brüggemeyer sein Ohr den „sehnsüchtig knarzenden Liedern aus einer sonderbaren Welt“ und ist der Meinung, daß sie „zu Koppruchs besten gehören“. So erntet das Album auch mit 4 Sternen  (von 5 möglichen) die Beurteilung „formidabel“.

Der großen Nachfrage nach der RS-Sonderbeilage der Prince-CD ist es zu verdanken, daß die 190.Ausgabe, die in der 30.KW vergriffen war, neu aufgelegt wurde und am 02.August nochmal in den Regalen lag. Eine gute Chance, die potentiellen Leserzahlen zu erweitern und das verpaßte Heft eventuell doch noch erstehen. Ein guter Anstoß, den Stein ins Rollen zu bringen – macht Sisyphos mal Urlaub?

[noch ein erfreulicher Nachtrag: Die Kritiker des Rolling Stone platzieren das Album CARUSO auf Platz 5, 05.08.2010]

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PRINZ-Interview mit Vanillecrème

Man traf sich schon wieder zum Essen, der PRINZ-Autor Christian Zeiser und Nils Koppruch, in einem Laden in St. Pauli. Zum Boeuf Stroganoff gab Nils ein schönes, informatives Interview – hier nachzulesen (erschienen 16.Juli 2009, geführt im Juni).

Was bisher noch nicht spruchreif war, kommt jetzt als Sahnehäubchen zum Nachtisch:

Bei Vanillecreme mit Erdbeeeren sprechen wir über seine Musik. „Ja, ich arbeite an einem zweiten Soloalbum“, sagt er. „Und ich komme natürlich nicht so schnell voran, wie ich möchte.“

Kein Wunder, wenn man nebenbei ständig irgendwo essen oder singen oder beides zusammen tun muß, Geburtstagsständchen probt, wenn man malt und ausstellt, hier und da noch für Konzerte durch die Nation und zu den Nachbarn reist, … hab sicher noch vieles vergessen. Aber eine neue Platte – das klingt wie Musik in meinen Ohren!
Von hier aus viel Erfolg, Muse und Muße dafür!


Schenkelklopfer und Schmunzliges

Was die Leut´nicht so alles so sagen…

Friederike Moldenhauer, Mit-Organisatorin des Machtclub e.V. Hamburg schreibt anläßlich der Lesereihe POP und ZWEIFEL:

Der Maler, Sänger, Songwriter und ehemalige Frontmann der Band Fink Nils Koppruch macht leise deutschsprachige Popmusik. Wie ein guter Koch rührt er Liebe und Verzweiflung in seine Lieder. Nach zwei Songs ist man in seinem Universum. Und so schnell kommt man da nicht wieder ‚raus. (Nov. 2009)

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Ein paar originelle Zitate über oder von Nils Koppruch aus der Rumpelkammer des (H)internets :

“ Bei seinen seltenen Solo Auftritten entbeint Koppruch seine Lieder mit der Gitarre bis aufs Skelett und überlässt die Knochen dem Publikum.“

(Fundstelle:  WKU Booking und Konzertagentur)

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“ … Dreitagebart, die Haare fettig, die Augenringe tief. Koppruch, dem der Pony über seinen stechenden Blick fällt, wirkt wie die vollkommene Kreuzung aus Lucky Luke und Jesus. …“

 (Fundstelle: Essllinger Zeitung online 22.05.2005, von Miriam Hesse)

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 “ … Denn Nils Koppruch hat keine Stimme, aber er kann singen.“ …

(Fundstelle: intro # 109/2003, Marco Fuchs)

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Koppruch: “ Die Finkenzüchter halten männliche Finken in verdunkelten Käfigen, damit sie sofort den Balzgesang anstimmen wenn sie wieder das Licht erblicken. Es werden da richtiggehende Wettkämpfe ausgetragen. So ähnlich fühlt man sich auch als Musiker. Erst stehst du hinter der Bühne, dann wird der Käfig aufgemacht und du mußt singen. „

(zitiert aus : Nürnberger Nachrichten 09.99)


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