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Hallo! Hurra! – da ist „I“

Eine Woche ist „I“, das gemeinsame Kind von Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch nun auf der Welt und schon erregt es beachtliche  Aufmerksamkeit. Weit über vierzig Mal wurde das Album in den vergangenen Tagen von Presse, Musikportalen und Blogs kritisch begutachtet. Die renommierten Quellen ließen in ihrem Urteil anfänglich Strenge walten, aber Tenor und Tendenz zeigen, dass es durchaus Jubel und Gesang auszulösen vermag.

Einen atemberaubenden Takt legen Kid Kopphausen  denn auch an den Tag, was die Präsentation ihrer Arbeit angeht. Hallo, hurra – es hagelt Interviews im Radio, im Netz oder per Video. Da leistet das Label Trocadero ganze Arbeit. Und als wäre die ausgedehnte Tour im Herbst nicht schon genug, entschied man kurzerhand vorab noch zwei Premierenkonzerte und eine Festival-Premiere beim Sound of Bronkow   in Dresden einzuschieben. Hufe scharrend kann man wohl kaum erwarten, mit dem Nachwuchs ans Licht zu kommen. „Die wollen doch nur spielen!“ wirbt ihre Facebook-Seite.

Eine Woche nach Album-Release am 24.08.12 zückt das Neugebore einen weiteren Trumpf und bringt zum Opener des Album „Hier bin ich“ ein originelles Video ins Spiel. Wir sehen in schlichtem Schwarz-Weiß gehaltenen Bildern der beiden Frontmänner rhythmische Schnittfolgen mit sehr amüsanten Gesichts- und Körpercollagen. Bestechend einfach, aber witzig. Wenn das mal kein schlechter Köder für´s Album ist! Fast erschreckt stellt man bei diesem Video fest: das ist  nicht nur ein verdammt radiotauglicher Song, das könnte sogar hitverdächtig werden.

Aber lassen wir die Kopphausen-Five erst mal die Angeln auswerfen  und  ihre Tour spielen. Gelegenheiten, ihnen dabei zuzuhören gibt es in den kommenden Wochen zu Hauf [Termine]. Go Kid Go!

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Kid Kopphausen auf einen Kaffee und eine Zigarette

Bevor es also so richtig losgeht und die Kid Kopphausens ihre Koffer in den Bus wuchten erzählen sie dem Rolling Stone auf einen Kaffee und eine Zigarette, wie das mit dem zusammenarbeiten so funktionierte. Fast unzensiert. Sehr amüsant!

 

 

Alle Konzerte sind bei „Termine“  aufgelistet.


40 Minuten Kid Kopphausen im Interview

Das Label Trocadero veröffentlicht jüngst einen weiteren Appetithappen zum Premierenalbum der Band KID KOPPHAUSEN: „I“.
Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch stehen ausführlich Rede und Antwort über die Entstehung der Zusammenarbeit, die Album-Produktion, über das Songschreiben und Inspirationen, die neue Band und den Kontext des Albums.
Vieles wird erklärt, einiges bleibt weiterhin rätselhaft.
Spannend, interessant und sehr unterhaltsam. Aber lassen wir die beiden selber erzählen:


Da rockt das Brot oder der Knust vom KNUST

Dass Nils Koppruch mit Wald am 28.Januar im KNUST ein hervorrangendes Konzert mit kleiner Literatureinlage ablieferten, wurde hier bereits „angeschnitten“. Glückliche Umstände ermöglichen es allen Daheimgebliebenen oder Ahnungslosen nun doch noch ein paar musikalische Scheiben, sagen wir musikalische Dauerbackwaren davon zu verzehren. Hier also quasi der Knust vom KNUST:

In der Reihenfolge der Setlist:

Kirschen

Zieh dein Hemd aus Moses  (neues Stück)

Harte Zeiten  (grandiose Version & highlight!)

Irgendwann Regen (letzte Zugabe)

Großen Dank an den Filmer tapetrails!


Nils Koppruch & Der Wald spielen im Club des Jahres

 

Ich tret im Club des Jahres auf …“ heißt es im Song „Caruso“  und an diesem Abend trifft das für Nils Koppruch & Der Wald tatsächlich zu, wurde das KNUST doch jüngst zu Hamburgs bestem Live-Club gekürt.
Der Clubchef hat deinen Namen vergessen und will ihn wohl auch garnicht wissen …“- weit gefehlt! Clubchef Norbert Roep will vielleicht so manches nicht wissen oder lassen, jedoch würde er wohl den Teufel tun und den Namen eines seiner liebsten Gäste vergessen.
Die Poster liegen in der Ecke …“? Mit nichten: die eigens für das perfekte Wochenendprogramm angefertigten Poster können am Merchandise-Stand sogar käuflich erworben werden.
Ich ring das Huhn…“ Ob es ein Ringen war, das Huhn in Acryl mit dem Pinsel auf die Leinwand zu bringen? Jedenfalls wurde das Originalbild zur Vorlage des Veranstaltungsposters an diesem Abend zugunsten des Frauen-Musik-Zentrum Hamburg meistbietend versteigert. Gewinner – weil SAM.mler – für das Gebot von stolzen 600€  wurde der Clubchef höchstpersönlich.

Franz Dobler, der mit einer Lesung den Abend eröffnen sollte, ließ sich leider entschuldigen weil er wegen Krankheit den Weg von Augsburg nach Hamburg nicht antreten konnte. So kam das Auditorium jedoch in den Genuß einer ungewöhnlichen Premiere. Nils versuchte über die Vakanz hinweg zu trösten indem er die Gedichte von Herrn Dobler vorlas. Dabei war er ja eigentlich nur der mit der Gitarre, …

… was dann beispielsweise so klang:

Nach kurzem Chef-Intermezzo mit Bekanntgabe der Meistbietenden und Werbung für den offensichtlich mundenen Wein des Weinguts der Familie zu Knyphausen, der an diesem Abend im Ausschank angeboten wird, folgt endlich Musik.

Wo bist du gewesen fragen die mich die da waren und ich hätte auch dasein können hätte ich es nur erfahren… “ beginnt Nils Koppruch solo an der Gitarre das Konzert mit „Der richtige Ort„. Tja liebe Leute, wer nichts erfahren hat von diesem Konzert hat dann auch wirklich was verpaßt. Nach dem zweiten Solostück „Nicht die Bienen“ steigt die Band zu „Armer Junge weint …“ ein. Die Stimmung im Saal, den etwa 300 Besucher bevölkern, ist genau so, wie man sich das wünscht: bestens ab dem ersten Song. Hamburg jedenfalls liebt Nils Koppruch, wie schon mehrfach festzustellen war. Da die Band in voller Besetzung spielt mit Christoph Kähler am Schlagzeug, Marcus Schneider an den Saiteninstrumenten und Rhythmus-Zimmermann Lars Paetzelt am Bass geht da auch so einiges an Energie, Druck und sattem Sound, dass es richtig Laune macht. „Talking Darum Blues“ groovt, „Zieh dein Hemd aus Moses“ stampft, und ein neuer, bislang namenloser Song rockt von der Bühne. „Harte Zeiten“ wird in einer knackigen Version abgeliefert, die textlich und musikalisch komplett renoviert daherkommt und als persönliches Highlight verbucht wird. Ruhigere Stücke treten an diesem Abend zugunsten der tanzbaren zurück, was mit Begeisterung quittiert wird und Nils später noch einen Schulterklopfer für „the rockin´Koppruch“ einbringt. Dem Club muss man für die technisch hervorragende Präsentation mit sehr gutem Sound und hervorragender Bühnenbeleuchtung ein Lob aussprechen.

Stadt in Angst“ beschließt wie üblich aber viel zu früh den Hauptteil des Sets. Nostalgisch, wehmütig dürfen wir in der ersten Zugabe zu „Kleines grünes Haus“ mitwiegen um mit „Verrückt vor Liebe„, den FINK-Klassikern „Ich kümmre mich darum“ und „Das Liebste“ ins Finale zu tanzen. Als Rausschmeißer gibt es „Irgendwann Regen„, wobei an diesem Abend im frostigen Hamburg draußen ein leichter Schnee fällt und  glitzernd die Euphorie für den Heimweg pudert, jedenfalls für die, die schon gehen. Die anderen verweilen bei diversen Kaltgetränken im warmen KNUST.

(c) Fotos Nils Koppruch Support

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Setlist:

Der richtige Ort – Nicht die Bienen – Armer Junge weint, armes Mädchen auch – Mit eigenen Augen – Mein einziges Lied – Kirschen – Die Aussicht – Caruso – Vergessen, was ich wußte – Noch nichts ist verlorn – Talking Darum Blues – Zieh dein Hemd aus Moses – ?Neuer Song? – Harte Zeiten – Den Teufel tun – Komm Küssen – Weils möglich ist – Wort im Wasser – Stadt in Angst –

1. Zugabe: Kleines Grünes Haus – Verrückt vor Liebe – Im kümmre mich darum – Das Liebste

2. Zugabe: Irgendwann Regen


Video-Doku: Nils Koppruch im Interview …

über Live-Konzerte, den Wald und Perspektiven:


Dachgärten werden völlig überbewertet …

Der 22.Juli ist in Hamburg definitiv kein Sommertag: ein Himmel voller Wolken, heute keine Sterne. Auch keine Aussicht auf einen romantischen Sonnenuntergang. Und die einsame Palme auf der Brüstung würde sicher lieber in den Süden ziehen, wenn man sie nur ließe.
Aber wer braucht schon einen Dachgarten, wenn ein paar Stockwerke tiefer ein warmer, trockener und viel geräumigerer Saal bereit steht, der locker 250 Leute aufnimmt? Den man mit einem Fahrstuhl erreicht, anstatt sich eine Wendeltreppe empor  zu kämpfen…

Nils Koppruch, begleitet von Marcus Schneider und Lars Paetzelt spielen im Saal des Übel & Gefährlich ein perfektes Set. Es ist ein wunderbarer Konzertabend, ein glückliches Heimspiel, der allen Anwesenden irgendwie ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Das Repertoire umfaßt neben den neuen Klassikern („Caruso“, „Kirschen“, „Stadt in Angst“, „Armer Junge weint“) auch Stücke von „Den Teufel tun“, „In die Stille“, „Komm küssen“ (durchaus pulsbeschleunigend), „Wort im Wasser“ und einige alte Schätze wie „Das Liebste“ (stärkstes Stück!, leider nicht gefilmt), „Ich kümmre mich darum“ oder „Loch in der Welt“. Und die, die ich vergessen hab, sein mir verziehn …

Irgendwann schiebt Nils ein kleines Intermezzo über den Schriftsteller Franz Dobler ein, das ungefähr so lautet:
Nils: “ …Wollt ihr noch mehr Musik hören? Ich könnte auch etwas aus einem Buch vorlesen?“ Jemand: „Was denn?“ „Etwas von Franz Dobler. Das ist ein guter Freund von mir. Der schreibt schöne Gedichte. Und schöne Zeitungsartikel. Und schöne Romane. Und er kann auch schön viel trinken.“ Jemand: „Toll!“ Nils: “ Ja, das denkt man auch immer. In der ersten Hälfte des Abends!“

Am Ende will der Schlußapplaus nicht  abebben. Auch nach einer Zugabe fordet das Publikum lautstark eine Fortsetzung. Aufgrund des weiteren Abendprogramms im Club wird diese leider nicht mehr gewährt. Wir müssen also raus in den Regen, aber das zufriedene Lächeln wäscht der zum Glück nicht ab.

Statt weiterer Worte hier noch ein paar Stücke:


Impressionen vom Duo Wiglaf Droste & Nils Koppruch

 

Aus konspirativen Support-Quellen wird berichtet, daß beide Veranstaltungen in Leipzig und Halle gut besucht waren. Im Horns Erben gab es bereits fünf Minuten nach Einlaß keine Sitzplätze mehr. Wiglaf Droste, der sich aktuell auf Lese-Reise befindet (Termine), lädt in unregelmäßigen Abständen einen Gast ein und gestaltet mit ihm/ihr zusammen den Abend.

Das gemeinsame Programm in Leipzig und Halle bestand aus einem Wechsel von Musik und Lesung – nach zwei bis drei Texten und amüsant-satirischen Ausführungen von Wiglaf Droste spielte Nils Koppruch seine Lieder. Das Programm erstreckte sich einschließlich der Pausen über jeweils stattliche drei Stunden!

Eine Besucherin schreibt: „…Große Kommunikation hat zwischen den beiden nicht stattgefunden, sie haben aber auch ohne Worte harmoniert. …
Im Vergleich zu den Konzerten herrschte an beiden Abenden allein durch die überwiegenden Sitzplätze eine ganz ruhige, entspannte Atmosphäre. Die Zuhörer waren still und gebannt und eigentlich hätte es ewig so weitergehen können.
In Leipzig haben die beiden nach dem Auftritt noch Bücher und CDs verkauft und Autogramme geschrieben.“

Hier noch eine bauchmuskelstrapazierende Duett-Kostprobe, die Pigin-Deutsch Version von „Blowin´in the wind“, übersetzt von Herrn Droste in „Muse pfeife inne Wind“:

(Vielen Dank für die Fotos an Claudia Großmann)


Videoschmankerl aus Hinterzimmern

Tobias Tzschaschel von der Online-Zeitung zeitjung hat Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch backstage bei einer spontanen Session in Augsburg gefilmt. Wunderbar! Vielen Dank dafür!

„Zum Abschluss der Tour mit Gisbert zu Knyphausen hier ein kleines Video-Schmankerl: Nils und Gisbert, Acoustic-Session: „Die Aussicht“….“

An den Instrumenten: Jens Fricke (r.), Gisbert zu Knyphausen, Gunnar Ennen (h.l.), Nils Koppruch und Utz Wellmann (l.v., Tour-Roadie und Teilzeit-Drummer)


Straßenmusik

Vergesst Weltpremieren und Marktgeschrei – hier spielt die Musik: auf den Straßen von Graz, aufgenommenam 05.November während der gemeinsamen Tour von Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch live in der Fußgängerzone. Blauer Himmel im November und was für eine „Aussicht“! – DANKE JUNGS!!!


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