Rezensionen

Rezensionen zum Album „I“ von Kid Kopphausen (24.08.2012) 

Das Kieler Magazin „Der Fördeflüsterer“ schreibt über „I“ (Hauke Heesch, 25.09.):

 “ …  Doch man kann schon sagen, dass ihr Auf­ein­an­der­tref­fen mehr als geglückt ist. … Des­we­gen sind die 13 Lie­der doch oft unter­schied­lich arran­giert und klin­gen den­noch immer har­mo­nisch, weil jeder ein Stück von sei­nen musi­ka­li­schen Blick­fel­dern nach­gibt, um dem ande­ren einen glei­chen Platz zu geben. Wie soll man es auch sonst machen? …Denn gute Sän­ger sind beide, und in bei­den leben Cha­rak­ter, und dass auch noch jeder ein gleich gro­ßer Poet ist, ist auch bekannt. … Dabei geht es nur sel­ten um banale The­men, die bei­den betrach­ten das Leben in sei­nem gan­zen Aus­maß und auch gerne mal mit Abgründen. …Das ist auch eine der Stär­ken von „I“, wie die klu­gen Texte immer in pas­sende Arran­ge­ments gepackt werden. .. .„I“ ist ein Werk zweier Ori­gi­nale, die sich hier wun­der­bar aus­ba­lan­ciert haben und den­noch jeder sich sei­nen eige­nen Spiel­raum erschaf­fen hat.“

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Beim Webradio AlternativeFm nimmt man die Singlel „Das Leichtes der Welt“ ins Programm auf mit dem Kommentar (24.09.):

“ Oft bedingt eine Kollaboration ein zähneknirschendes Inkaufnehmen von Kompromissen zum mehr oder minder schwerem Leidwesen aller Beteiligten. Bei Gisbert zu Knyphausen („Kräne“) und Nils Koppruch („Komm küssen“) dagegen entsteht aus zwei losgelösten Individuen ein in sich geschlossenes Universum namens Kid Kopphausen. Unter dieser Flagge überzeugen die beiden langjährigen Buddies auf ihrem Debütalbum „I“ mit der intensiven Mischung aus Melancholie und doppelzüngiger Ironie und erzählen herrlich kauzige Geschichten, die vor allem zwischen den Zeilen stattfinden. Eingebettet sind die Erzählungen in einen erdigen Sound aus modernem Country, bluesig-angehauchten Gitarren und Hamburger-Schule-Indiepop. „Das Leichteste der Welt“, die aktuelle Single, beschreibt die ewige Suche nach dem eigenen Platz im Leben und kommt musikalisch überraschend flott und treibend daher. Apropos flott – den Song haben wir ganz fix in die AlternativeFM Hot Rotation geschoben.“

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Bei Focus-online analysiert man Kid Kopphausen auf dem Weg zu sich selbst (24.09.):

“ … Die auf ihrem ersten Album „I“ (Trocadero) locker dreizehn Lieder versammelt, die textlich und musikalisch ganz weit oben rangieren – kein aus der Hüfte geschossenes B-Movie, sondern für deutsche Verhältnisse eine fast schon oscarverdächtige Vorstellung. Aber die Analogien zu Western und Outlaws sind eher schief. … Das ist vielleicht das Geheimnis dieses Albums: zwei Wahlverwandte lassen sich gegenseitig genügend Raum, sodass wirklich etwas Neues entsteht, jenseits der Egotrips: es gibt keine Koppruch-oder Knyphausen-Songs auf diesem Album, sondern nur diese etwas verrückte, sehr ausgeschlafene Mixtur. … Die Mischung bei Kid Kopphausen stimmt auf jeden Fall, und live soll die Band auch teuflisch gut sein.“

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suite101.de bringt unter der Rubrik Rock eine Rezension mit dem Fazit: Nils Koppruch und Gisbert zu Knyphausen gelingt der perfekte deutsche  Americana-Sound (Gerard Ortremba, 22.09.):

“ … Das erste Album ihrer Band Kid Kopphausen  vereinigt die großartige Musik der beiden Liedermacher, die wir von Nils  Koppruch bereits seit seligen Fink-Zeiten aus den 90er Jahre kennen. Und von  Gisbert zu Knyphausen sind wir auch schon seit 2008 bezirzt. … Nichts gegen die Werke der deutschen Vorzeigeelektroniker und Krautrocker, aber  können deren Songs Herz und Seele jemals so berühren wie „Daß sie weiß“, „Irgendwann Regen“, oder „Wenn du mich suchst“? Und dazu bedarf es gar nichts  Spektakuläres. Die verträumte Melancholie von „Schritt für Schritt“, eine dieser  typischen lakonischen Koppruch-Balladen, reicht völlig aus, um die Gefühlswelt  anzuregen. … Nils Koppruch und Gisbert zu Knyphausen wechseln sich mit den Leadvocals ab und  suchen „Antworten auf Fragen wie diese: Wer bin ich?“. Nun, verdammt gute  Musiker seid ihr. Und das beweisen sie glorreich beim Song „Das Leichteste der  Welt“. Dort haben sie uns „Blumen und Pralinen vom Arsch der Hölle mitgebracht“, wie Gisbert zu Knyphausen singt und entfachen eine irre Euphorie, die sich im  triumphalen Finale entlädt, …
 Und für nichts Geringeres ist „Das Leichteste der Welt“ komponiert worden: Um  Leben zu retten. Jedenfalls hat es das Zeug dazu. …
Nick Cave hat mal ein ganzes Album voller „Mörderballaden“ aufgenommen, von  Gisbert zu Knyphausen bekommen wir hier eine zu hören, die in ihrer Intensität  Caves Songs auf Augenhöhe begegnet. Als majestätischen Ausklang des Albums  offerieren Kid Kopphausen den Song „Nur ein Satz“ mit dem letzten Vers: „Ach,  wie ich mir wünschte, ich hätte geschwiegen“. Wie gut, dass Knyphausen und  Koppruch es nicht getan haben. Denn dieser deutsche Americana-Sound von Kid  Kopphausen macht süchtig.“

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Das Schweizer Radio DRS Virus hat „Das Leichtetste der Welt“ in sein Radioprogramm aufgenommen. Beim Schweizer Nachrichtenmagazin news.ch heißt es über „Kid Kopphausen „Das Leichtetste der Welt“ (20.09.):

“ Kid Kopphausen machen uns das Antworten-Finden gar nicht so einfach. Unter der Führung der beiden Songwriter Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch macht das deutsche Quintett, salopp gesagt, gute Gitarrenmusik mit guten Texten. Gut sind die Texte deshalb, weil sie unterhalten und gleichzeitig zum Nachdenken anregen: … Kid Kopphausen für solche schlaue Sprüche zu mögen, ist vielleicht nicht das Leichteste, aber sicher das Naheliegendste der Welt.“

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Im Blog  musik blog – Musik sagt das Unsagbare stuft man das Album I ein unter Perlen – Kid Kopphausen: Mit Knyp und Kopp auf Reisen gehen (Line Messerschmidt, 20.09. ):

“ …Underdressed und dehydriert: Wer bin ich?

Vielleicht weil rastloses Fragen schon immer beflügelnder war als das Ausformulieren frustrierend unzureichender (und immer nur vorläufiger) Antworten steigen die Songwriter, die neben ihrer Liebe zu Ton Steine Scherben und amerikanischem Folk auch ein Faible für verlotterte Anzüge teilen, dann auch mit keiner geringeren Frage als der nach dem eigenen Sein ein. Damit das nicht zu abgehoben/emo/ausgelutscht daherkommt, gibt’s vergnügliche Sprachschwurbeleien …

Das handgemachte Album “I” von Kid und Kopp ist ein Debüt, das ans Herz geht, auch wenn es das deutsche Songwriting vielleicht nicht unbedingt neu erfindet. Es ist durchweg hörbar und punktet vor allem mit sprachlichem Schliff und Wortwitz. Auch wenn es mitunter noch dreckiger und kantiger klingen könnte, ist es niemals gefällig, sondern einfach eigen. Heimliche Highlights sind dabei ganz sicher Songs wie “Meine Schwester” und das Glanzstück “Zieh dein Hemd aus Moses”, die sowohl textlich als auch klanglich einige Überraschungsmomente bieten. …“

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Im Musikblog „Mein Plattenfreund“ heißt es (12.09.):

Sie sind in diesem Jahr die Überraschung. Leben wir wirklich in einem so tollen Land, dass Leute wie Nils Koppruch und Gisbert zu Knyphausen in die Albumcharts einsteigen? Was ist da los? Warum musste sich der so talentierte Nils Koppruch mit seiner Band Fink so lange abmühen, um gehört zu werden? Wieso ist jemand wie Gisbert zu Knyphausen plötzlich ein Star unter den neuen deutschen Songschreibern? Ich finde das macht Hoffnung. …  Die Platte ist ein Glücksfall, ganz ohne Frage. Voll mit tollen Texten, schönen Gitarren und mit Geschichten und Bildern von innen und außen. … Die beiden haben die Idee eine Band zu gründen an der Bar entwickelt. Und sie haben sie tatsächlich umgesetzt, weil sie nach dem Kater noch immer  da war. In Zeiten wie diesen ist das selten. Ihr erstes Album ist so ziemlich das demokratischste, was man 2012 in die Hände bekommen kann. … Jetzt spielen sie live und haben noch schnell ein ungeheuer gelungenes Video der neuen Single aufgenommen. Ein Blues Stampfer, der mit eckigen Beats daherkommt. Genau wie „Moses“. … „

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Bei Radio Q – Wir sind der Campus wird  “ I “ als „Unser Album der Woche (38)“  vorgestellt (Svenja Boberg, 17.09):

“ … Im Opener schlagen Kid Kopphausen allen Spekulationen um ihre Identität ein Schnippchen, indem sie die große Frage gleich selber stellen: „Wer bin ich?“ Schnell wird deutlich, dass Kid Kopphausen ganz schön viel auf einmal ist. … „Ich lege Wert auf gutes Benehmen/ Ich trag ein Messer zwischen meinen schiefen Zähnen“. Diese Ambivalenz von Bissig- und Verbindlichkeit zieht sich zusammen mit scheppernden Westerngitarren durch die gesamte Platte. … Hier [Anm: „Im Westen nichts neues“] steht Koppruch gesanglich im Vordergrund, wird aber dezent von Knyphausen begleitet. Diese Konstellation ist – mit immer wechselnden Rollen – die typische für die Platte: Ein Zwiegesang, ohne ein richtiges Duett zu sein. …

Wer sind Kid Kopphausen nun? Auf jeden Fall mehr als zwei Freunde, die zusammen Musik machen und bei denen jeder dies und das einbringt. “I” ist von der hintersten Banjo-Melodie bis zum Plattencover ein durchdachtes Gemeinschaftswerk. Besonders spiegelt sich das in den Texten wider: Koppruch und Knyphausen schreiben sich auch auf „I“ den Unmut von der Seele, sind dabei aber weniger grundsätzlich. In jedem Song findet man ein Augenzwinkern, fast so als wollten die beiden diesmal nicht alles bis zum Letzten ausdiskutieren. Oder wie Kid Kopphausen sagen würden: „Ich sag hallo, hurra. Hier bin ich.“

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Erfrischend originell liest sich die Bewertung Hingehört: Kid Kopphausen – “I”  des Blogs shiteside – manche nennen es popokultur (09.09.):

“ … Eine große Weite durchweht diese Platte, eine sehr stilsichere Abgeklärtheit, fast alttestamentarische Sprachgewalt und unerschütterliche Romantik. … Der Kid kann zärtlich sein wie in Schritt für Schritt mit Besenschlagzeug und Mundharmonika. Wenn er sich aus dem Staub machen muss, verwandelt er sich kurzerhand in einen Matrosen (Moses), und wenn er seine Zeche nicht bezahlen kann, dann stimmt er eine Kneipenhymne an wie Jeden Montag, die am Ende in einer so unübersichtlichen Sause mündet, dass er sich unbemerkt rausschleichen kann. Er singt Lieder, irgendwo zwischen Existenzialismus und Psychedelik (Wenn der Wind übers Dach geht) und solche, die klingen, als seien sie als Rausschmeißer für Höllenkneipen wie den „Titty Twister“ in From Dusk Till Dawn gedacht (Haus voller Lerchen). … Und der Kid singt immer wieder Lieder wie Meine Schwester, die mit ihrer Urigkeit und tollen Sprachbildern so klingen, als seien sie eigentlich verschollene Volksweisen aus der Sierra Nevada, die jemand in einer stillgelegten Goldmine ausgegraben und ins Deutsche übersetzt hat. … „Ich lag ’ne Weile lang im Koma und jetzt bin ich wieder wach / ich hab’ euch Blumen und Pralinen vom Arsch der Hölle mitgebracht“, singt zu Knyphausen und die Band macht dazu genau das, was Primal Scream alle paar Jahre veranstalten, wenn sie genug von Innovation haben und den guten alten Rock’N’Roll zelebrieren. … Und spätestens beim Rausschmeißer Nur ein Satz, an dem Linguisten ebenso ihre Freude haben werden wie alle, die gerne in der Atmosphäre von The End leben wollen, klingen Knyphausen und Koppruch nicht nur wie zwei glorreiche Halunken, sondern auch doppelt so alt, wie sie wirklich sind, wie Bob Dylan, Johnny Cash oder Leonard Cohen. Wenn Hamburg solche Musik hinbekommt, dann braucht man Amerika fast nicht mehr.“ (3,5 von 5)

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Der Musik-Blog akkordarbeit wertet im „[Rewiew] – Kid Kopphausen I“ verhalten positiv (14.09.):

“ … Dass Felix Weigt (Bass, Klavier), Alexander Jezdinsky (Drums) und Markus Schneider (Gitarre) aber eher im Schatten der beiden Frontmänner stehen, machen Bandname, Artwork und Pressefotos mehr als deutlich. Geschrieben wurden die Songs ebenfalls in trauter Zweisamkeit und die Stimmen erhebt meist einer der beiden, selten singen Koppruch und zu Knyphausen zusammen. Im Opener Hier bin ich tun sie’s und locken den Hörer damit erst mal auf die falsche Fährte. Der Song gehört zu den härtesten auf dem Album, wobei ein “harter” Song bei Kid Kopphausen immer noch bedeutet, dass Snare und Becken mit Besen und Akustik-Sticks bearbeitet werden. Es folgt das sonnige, von Koppruch gesungene Schritt für Schritt und Das Leichteste der Welt, ein toller Tribut an die belebende Kraft der Rockmusik, der schon auf der letzten Tour von Gisbert zu Knyphausen live zu hören war. Damit sind die die positiven Vibes aber auch vorbei. Am Ende erinnert man stärker, dass der Rest des Albums heftig melancholisch und grüblerisch daherkommt. Dabei ist jeder einzelne Song sehr gut gelungen. Jedes Lied ist anspruchs-, geradezu kunstvoll. Die wechselnden Sänger, die Tempo-Wechsel von Mid-Tempo zu nachdenklich-schwofig halten über weite Strecken Spannung – das Problem ist, dass man grübelnd davorsitzt und in einem keine rechte Euphorie dafür aufkommen mag. Kid Kopphausen sprechen nämlich nicht, wie man erwarten könnte, die Emotionen der Hörer an. … So ist I von Kid Kopphausen ein unerwartet reifer Cowboy, nicht schnell am Colt, sondern gelassen. Er hat viel gesehen und wird sich auch in Zukunft nicht so schnell schocken lassen.“  (Wertung: 7/10)

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Im Blog anewfriend.de wird „I“ als Album der Woche vorgestellt (03.09.):

„Wenn man sich “I“, das Debüt der zwei derzeitig wohl besten deutschen Liedermacher Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch unter dem Bandverbund Kid Kopphausen, anhört, so erscheint das Doppel so logisch, so stimmig, dass man meint, dass beide bereits jahrelang zusammen schreiben und musizieren würden. … Dass die zwölf auf “I” enthaltenen Titel am Ende kaum mehr sind als die Summe ihrer einzelnen kreativen Teile und sich sowohl Knyphausen als auch Koppruch kaum über Gebühr von ihrem eigentlichen Betätigungsfeldern weg bewegen, stört wegen der grandiosen individuellen Qualität kaum. … Wer sich in der Vergangenheit für Fink, Nils Koppruch oder Gisbert zu Knyphausen begeistern konnte, der wird auch an diesem einladend schroffen Album zweier großer Poeten seine Freude haben. Man darf jedenfalls herzlich froh sein, dass beide Musiker endlich zu Kid Kopphausen zusammengefunden haben. Und hoffen, dass sie in Zukunft regelmäßig ausreichend Luft in den jeweiligen prall gefüllten Terminkalender schaufeln können, um das entstandene Bandprojekt mit neuen Songs und gemeinsamen Tourneen zu füttern.“

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Der Musikblog atmungsaktiv urteilt aus deutlicher Position unter Wer bin ich? (Tilman, 07.09.):

“ Ab wann wird der Altersunterschied ein Problem? …

… Das Album hat Stärken und Schwächen, kommt nicht an das grandiose letzte Solo-Album von Gisbert zu Knyphausen „Hurra! Hurra! So nicht.“ ran, ist aber auch nicht so melancholisch. Beziehungsweise wird stärker, als es melancholisch wird. Kompliziert!  … Wo in „Hier bin ich“ noch gute Harmonie herrscht und sich beide gut ergänzen, sind die Songs in denen Koppruch alleine singt teilweise etwas schwächer und haben mit dem Song „Jeden Montag“ ihren Tiefpunkt erreicht. Lieder, die nur oder hauptsächlich von Knyphausen gesungen werden sind besser, erinnern aber zu sehr an seine Solo-Platten. Dennoch ist „I“ kein schlechtes Album geworden. Ganz im Gegenteil! Die Songs, die herausstechen, sind herzerwärmend schön und zeigen die Stärke, die beide haben: das Schreiben toller Texte!
Der Höhepunkt ist erreicht, als Kid Kopphausen seinen Melancholie-Hammer „Mörderballade“ raushauen. Gesungen
von Gisbert zu Knyphausen. Seine Stärke ist und bleibt das Traurige. …  Facettenreich ist „I“, aber ob das ein Vor- oder Nachteil ist, ist schwer zu sagen. … Als Fazit kann man sagen, dass Kid Kopphausen zeigen muss, wer er ist: Nils Koppruch oder Gisbert zu Knyphausen oder jemand ganz neues. “ (8 von 15 Punkten)

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Aus der Konzertankündigung für den 16.09. im Heimathafen heißt es beim Berliner Stadtmagazin zitty  (Erik Brandt-Höge, 07.09.):

“ Zwei Songwriter, zwei bisher unterschiedliche Pfade, und doch: eine Hingabe. Nils Koppruch und Gisbert zu Knyphausen machen nun als Kid Kopphausen gemeinsame Sache und spielen Folk und Rock und Country, wie sie es beide am liebsten haben. … Dass er es nun sein könnte, der die Karriere seines Kollegen ankurbelt, scheint bei Kid Kopphausen keine Rolle zu spielen. Karriereplanung gehört bei diesem Duo nicht zum Konzept. „I“ dokumentiert schlichtweg die gemeinsame Vorliebe der beiden Liedermacher für starke Melodien und schlaue Lebens­geschichten, die sie jetzt zusammen singen.

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Bei The Gap (Österreich) schaut man aus der Postition eines alten FINK-Fans auf das Album (Rainer Krispel, 06.09.):

“ Nils Koppruchs Musik mag ich seit die gute alte Post 1997 das Album „Vogelbeobachtung im Winter“ von dessen Band Fink in das Büro eines Wiener Musikmagazins und Lokals brachte. Sehr. Gisbert zu Knyphausen hab ich bislang an mir vorübergehen lassen, ….“ “ Wir kriegen 13 Stücke, die zwar nicht wirklich weit vom inhaltlichen und musikalischen Stammterritorium der Beiden abweichen, gleichzeitig aber schon so viel eigene „Identität“ haben, dass nie das Gefühl aufkommt, ein halbes Koppruch- oder Knyphausen-Album zu hören. Das Ganze ist hier tatsächlich wieder einmal mehr als die Summe seiner Teile mit verblüffender „Hit“-Dichte. Dringend live sehen wollen!“ (7 von 10 Punkten)

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Bei Pop100.com heißt es im Pop Report (04.09):

„Gewitzter Americana-Songwriter-Rock. … Natürlich gibt es auf „I“ diese Songs, die alleine schon wegen Koppruchs Gesang die grandiosen Fink wiederauferstehen lassen. Dazu gehören etwa der knorrige Alternative Country-Kracher „Hier bin ich“ oder das reduzierte, treibende „Meine Schwester“. Zu Knyphausen-Fans kommen bei gefühlvollen Balladen („Wenn ich dich gefunden hab“) oder lockerem Songwriter-Pop
(„Jeden Montag“) auf ihre Kosten. Das Album ist aber keine Ansammlung von Solo-Titeln, hier haben sich zwei gesucht und gefunden, die sich gegenseitig beim Songwriting inspiriert haben. „I“ (Trocadero / Indigo) ist somit ein schillerndes Gemenge der Vorlieben und bevorzugten Ausdrucksweisen der beiden Protagonisten. Das Album als gemeinsames Kind, davon zeugt schon der treffend gewählte Bandname . …“

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Beim Kulturmagazin titel-magazin.de findet man die Fusion nur bedingt gelungen (Tom Asam, 04.09.):

“ Zwei Songwriter fusionieren – nicht wirklich – Nils Koppruch (Ex Fink) und Gisbert zu Knypshausen sind zusammen Kid Kopphausen. …   Kid Kopphausen, was da aus den Nachnamen zwei der talentierteren Songwriter der Republik zusammengesetzt wurde, kling nach Männerfreundschaft – ja nach (Anti-)Superheld im Sattel, reitend gegen Konventionen und Erwartungen. Doch die Rechnung, aus zwei Recken ein Über-Kid zu basteln, geht bisweilen nur bedingt auf. Der Opener Hier bin ich weckt hohe Erwartungen. Beide Sänger wechseln sich ab, das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile. … In der Folge allerdings weiß man meist, wer Kid ist – entweder Nils oder Gisbert.So ergibt sich ein munteres Wechselspielchen und daraus ein durchaus gelungenes Album, auch wenn ein paar durchschnittliche Songs (Schon so lang, Wenn ich dich gefunden hab) die Euphorie etwas bremsen. Man hat stets den Eindruck, dass da locker noch mehr drin wäre, wenn die Einflüsse der beiden Songwriter öfter innerhalb eines Songs zueinanderfinden würden, wie es nach Hier bin ich etwa auch in Haus voller Lerchen der Fall ist. …“

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Für die Frankfurter Neue Presse bringt Thomas Kurtenbach die Songs auf den Punkt  „Wenn der Wind übers Dach geht“ (04.09.):

“ … Es ist kein Werk, dass man im engeren Sinn als aus einem Guss bezeichnen könnte. Da kommen musikalisch zwei Stile zueinander, die auf den ersten Blick nur bedingt zueinander passen. Die gelassenen und gut abgehangenen Melodien Koppruchs, die sich gern aus der Country-Kiste bedienen, und die mal balladesken, mal drängenden eher rockigen Stücke Knyphausens. Wie auf einer Perlenschnur scheinen sie fein säuberlich im Wechsel aufgereiht. Allein „Wer bin ich“, das erste Stück von „I“, eine wilde Aufzählung guter und schlechter Eigenschaften und Zustände, geht als echter Bastard der beiden durch. …   Mit dem fast heiteren „Jeden Montag“ und dem gesprochenen „Nur ein Satz“ endet ein Album, das die gelungene Kollaboration zweier musikalischer Freunde ist, die Spaß am gemeinsamen Musikzieren haben und diese Freude dem Zuhörer weitergeben.“

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musikheadquater kommentiert unter: „Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch sind Kid Kopphausen“ (Pascal, 04.09.):

“ … Es ist im Grunde nicht schwer zu merken, wer welche Songs auf diesem Album geschrieben hat und die Schwingung der doch unterschiedlichen Stimmen der beiden Liedermacher grenzen sich deutlich voneinander ab – und doch sind die ergreifenden Momente die, in denen sich diese Stimmen innerhalb eines Songs treffen und überraschend so schön ergänzen. … Die ruhigen Momente sind es, die haften bleiben. Manchmal wünscht man sich beim hören dieses Liedguts mehr Verschmelzung, weniger merkliche Aufteilung zweier musikalischer Lebenswege. Diese Platte rockt an vielen Stellen laut los, verkriecht sich dann wieder in dunklen Ecken und wiegt sich getragen in sanften Melodien. Da stecken in diesen Liedern die Wurzeln dieser beiden Männer, manchmal wie gesagt auch beide Stimmen in einem Song, keine Grenzen, keine Kategorien. Die Bilder und Wörter rauschen vorbei, doch klar erkennbar, immer auch mysteriös. Liebeslieder sind das, verpackt in goldenes Geschenkpapier. … Musik im Hier und Jetzt, gefilmt auf altem Celluloid.“ (7 von 9 Punkten)

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Beim Jugendmagazin acht9.de Südwestpresse begrüßt der Autor Moritz Clauß als langjähriger Gisbert Fan den Einfluss von Nils Koppruch (03.09.):

“ … Von Nils Koppruch hatte ich bisher nichts gehört. Doch schon beim Anhören des Album-Trailers der beiden hatte ich das Gefühl, dass er und Gisbert zu Knyphausen sich sowohl stimmlich, als auch musikalisch und textlich gut ergänzen. … Stattdessen haben die Interpreten ein musikalisches Puzzle gebastelt, ihre Eigenschaften geschickt kombiniert. Sie stehen sich nicht im Weg, sie helfen sich und schaukeln sich gegenseitig auf. … Man muss sich Zeit für die Musik nehmen, diese Mischung aus Dichtung, dreckigen Gitarrenriffs, wütendem Schlagzeug und dann wieder, ganz plötzlich: Entspannung und Melancholie. “I” hat keinen bestimmten Beat. Es lebt von der Vielfalt und von Abwechslung. Und so bietet es dem Zuhörer einen passenden, runden, aber eben nicht zu fein geschliffenen Mix  – das Ergebnis ist eine absolute Bereicherung für die deutsche Popkultur.“

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Bei Die Welt ist zu lesen „Zwei, die sich gesucht und gefunden haben – Kid Kopphausen legt erstes Album vor  (03.09.):

“ … Und so geht es auch in den folgenden Stücken um die großen Themen. Um die Liebe und menschliche Abgründe, um Glauben aber auch Zweifel. Hübsch verpackt in elegante Wortspiele und clevere Metaphern. Denn wenn Koppruch und zu Knyphausen etwas können, dann ist es schließlich das Texten. Eine Kunst, die sich auf „I“ zu potenzieren scheint. „Jeder Tag ist ein Geschenk, er ist nur scheiße verpackt“, singt zu Knyphausen in „Das leichteste der Welt“. …

… Die für Koppruch typischen Folk-, Americana- und Blues-Klänge verschmelzen auf „I“ mit der melancholischen Liedermacherkunst von zu Knyphausen. Und je öfter man das Album hört, desto mehr scheinen Koppruch und zu Knyphausen sich anzunähern und eins zu werden. „I“ klingt, als hätten sich die zwei gesucht und gefunden. … „

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Das jmc-magazin analysiert (Sascha K., 02.09):

“ … Nach dem munter losrockenden Opener „Hier bin ich“ sind die Leadvocals bei den Songs eindeutig verteilt, Duette somit Mangelware – eigentlich schade, da die beiden Stimmen äußerst gut harmonieren. Aber so lassen sich die Stücke in zwei Kategorien unterteilen: die Gisbert-Lieder und die Koppruch-Lieder. Letztere klingen zumeist wie die logische Fortsetzung seines zweiten Solowerks CARUSO, besonders hervorzuheben wäre hier das großartige „Im Westen nichts Neues“. Auch die Gisbert-Lieder hätten sich gut auf dessen Zweitling HURRA! HURRA! SO NICHT. gemacht, hier sticht die Hymne „Das Leichteste der Welt“ hervor. … Aber durch den Bandsound schaffen es Kid Kopphausen insgesamt dennoch, sich von den beiden Einzelkomponenten zu emanzipieren. …  

Insgesamt eines der spannendsten deutschsprachigen Alben des Jahres. Etwas anderes hätte man Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch aber auch nicht zugetraut.“

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news.de meint es besonders gut: „Zwei glorreiche Halunken(Michael Kraft, Sven Wiebeck, 02.09):

„Kid Kopphausen sind Nils Koppruch (ehemals Fink) und Gisbert zu Knyphausen (bester deutscher Songwriter). Ihr erstes gemeinsames Album ist abgeklärt, kantig und hoch romantisch. … Manches davon lässt an Element Of Crime denken oder an Kettcar (deren Produzent Swen Meyer auch hier verantwortlich war), viel öfter aber klingen US-Vorbilder an. Eine große Weite durchweht diese Platte, eine sehr stilsichere Abgeklärtheit, fast alttestamentarische Sprachgewalt und unerschütterliche Romantik. Wenn Hamburg solche Musik hinbekommt, dann braucht man Amerika fast nicht mehr.“

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Im Blog abbreviated daylight heißt es (01.09.):

“ … 13 Songs voller Gefühl, tollen Geschichten, Auf und Abs, laut und rockig, leise und zurückhaltend.  Elemente beider Songwritersind überall zu finden. Zusammen scheint die Wirkung, das Auftreten der Songs noch größer zu ein. Die Zerbrechlichkeit des Einzelnen wird vom Konstrukt einer Band aufgefangen, jeder Ton wirkt wie Heilung. „Zusammen“ ist wohl das Schlagwort. Egotrips sind fehl am Platz, denn Kid Kopphausen ist keine Eintagsfliege oder ein Projekt, sondern schlicht eine neue Band. … Der Western Schriftzug von Kid Kopphausen lässt sich zu allem
hochkatapultierten Selbstbewusstsein zudem übertragen auf die Musik. Da reiten
sie durch die Prärie, machen Halt und besingen das Leben, machen ihre Beobachtungen, lesen Spuren und werden unentwegt von sich Reden machen, bis man
sie gefunden hat, auf der Bühne, live.“

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Bei brash.de gibt es groß es Lob  Kid Kopphausen – Spaghettiwestern aus dem Spätzlemilieu (Michael Haacken, 01.09.):

In den Sechziger Jahren war es relativ gängig, heute wird es eigentlich viel zu selten getan: die gute alte Kooperation musikalisch verwandter Seelen. … Die Zusammenarbeit wirkt auch deshalb so logisch, weil man sich Koppruch und Knyphausen ohne weiteres als WG vorstellen kann, in der es mit der gemeinsamen Plattensammlung besser klappt als mit dem Putzplan. … Wenn man zwischendurch aus den Augen verliert, wer was singt, ist das ein Kompliment für Kid Koppruch, den gesichtslosen Phantomcowboy, der aus der Phantasie seiner Väter aufgestiegen ist wie eine Seifenblase. Ein etwas herrischer Typ ist das, der gerne redet, und zwar am liebsten von der Art Freiheit, die aus Trotz, Wahn und Wollust geboren wird, und die ein Leben lang nicht langweilig wird. … Berückende Formulierungen und glaubwürdige Bilder waren allerdings bereits in Knyphausens Solowerk echte Aktivposten, und die folkloristisch ansprechende Musikuntermalung zeitgenössischer Themen gehörte schon zu den Stärken von Koppruchs alter Band Fink. Obwohl beide die Nähe zum amerikanischen Folk und seiner struppigen Ästhetik abwechselnd suchen und fliehen, ist „I“ so etwas wie ein Spaghettiwestern aus dem Spätzlemilieu geworden, mit tüchtig Banjo und Mundharmonika auf dem Soundtrack.  Kid Kopphausen sind für Larmoyanz und Pathos ebenso wenig zu haben wie für eitle Bauchnabelforschung. Jedenfalls nicht solange es noch unerschlossene Landschaften gibt, vor allem seelische. … „

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Bei zoolamar webrebelzine feiert man das Album kräftig ab: Gipfeltreffen deutscher Songwriter: Kid Kopphausen – die Buddy-Band der Stunde (01.09.):

“ Darauf habe ich lange warten müssen, dass ein deutsches Rockalbum mal wieder über die ganze Spiellänge an “Weißes Papier” von Element of Crime von 1993 heranreicht. Fast 20 Jahre also hat es gedauert, bis sich mit Ex-Fink Nils Koppruch und Gisbert Zu Knyphausen zwei der besten deutschen Songwriter zusammengefunden haben und als Band Kid Kopphausen mit ihrem Debütalbum “I” zum EOC Indie-Meisterwerk aufschließen. Vom ersten Ton an hat man das Gefühl, dass sich hier zwei Brüder im Geiste und an der Gitarre gesucht und gefunden und eine höchst stimmige und abwechslungsreiche Sammlung von Songs im Bereich von Country, Folk und Rock zusammengetragen haben. … Kurzum: Volle Punktzahl für dieses tolle deutschsprachige, bei Trocadero erschienene Album, an dem man sich wieder und wieder erfreut wie an den Begegnungen mit einem besonders guten Freund. Stetson ab für die Herren “Butch” Koppruch, “Sundance” zu Knyphausen und ihre erstklassigen Bandmitstreiter Alexander Jezdinsky, Felix Weigt und Marcus Schneider, die den Tross der glorreichen Fünf komplettieren.“

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Bei joinmusic.de feiert man das Album „I“ sogar als Einläuten einer neuen Hamburger Musik-Ära. Im Beitrag „Blumen und Pralinen vom Arsch der Hölle“ schreibt Autor Christian (31.08.):

“ … Und I ist hoffentlich kein Buchstabe, sondern eine römische Zahl. Und damit der Aufbruch zu einer neuen Hamburger Schule…  Doch so professionell das Line-Up sich auch präsentiert: eine für Studio gecastete Band ist das nicht. Man hört jedes gemeinsame Bier. Keiner spielt seinen Beitrag einfach nur so runter. So erhält das Album einen greifbaren, intimen, ehrlichen Charakter. …  Allerdings stehen alle treibenden Nummern auf I hinter den Balladen zurück. Da fehlt zu weilen noch ein bisschen Unbarmherzigkeit. Die schauspielerische Attitude passt nicht zu den beiden Charakterdarstellern. Und keiner der beiden hätte sie nötig. … I ist ein rundum gelungenes Album und ein bemerkenswertes Debüt. Die Texte sind toll und werden bestimmt noch etwas von der Holprigkeit verlieren, die hier und da zu spüren ist. Die Musik ist großartig und liebevoll gespielt. Und aufgenommen. Die Mischung der beiden Namensgeber passt wie Bottleneck auf Dobro. Das wird live ganz viel Spaß machen. Nach einer ausgedehnten Tour bleibt dann nur noch ein Wunsch offen: II, bitte!“

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alternativmusik.de (Martin Zenge, 31.08.):

“ … Sicherlich erinnern die Lieder, die zu Knyphausen singt an seine Soloplatten und bei Koppruch ist es ähnlich, allerdings gibt es auch immer wieder überraschende, spezielle Kopphausen-Momente, was dafür spricht, dass die fünf Musiker zusammengewachsen sind. Die Rechnung Gisbert zu Knyphausen + Nils Koppruch = Kid Kopphausen ist nicht ganz so einfach, wie sie aussieht. I lässt sich vor allem genießen, wenn man mal nicht nur auf die gelungenen und natürlich bestens durchdachten Texte hört, sondern vordergründig auf die ebenso tollen Melodien achtet.“

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Unter: „Durchs Leben träumen mit Kid Kopphausen“ (30.08.) bettet man sich in Gewissheit:

“ … Die beiden Herren in den schief sitzenden (Retro)-Anzügen heißen Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch und während sie so entlang schlendern auf ihrem Weg gen neue Richtungen, wirken sie angenehm entspannt, eingebettet in flauschige Kissen namens Erfahrung. Nils Koppruch steht für Country auf Independent, Gisbert zu Knyphausen für traurige Texte mit Lausbubencharme; Die Kollaboration der Herren, Kid Kopphausen, wohlgemerkt kein Projekt, sondern eine Band, brilliert durch geschickte Kombination obig genannter Attitüden. … Wir spüren Western, Sommer, Winter, Liebeskummer, Stolz und Glück und hören dabei sanft umschmeichelt von niemals aufdringlichen Klängen, Textzeilen, die so ehrlich, so nah und so echt sind, dass man lediglich stumm mit dem Kopf nickt, wenn Knyphausen erkennt: “Das Leben ist ein Geschenk, es ist nur scheiße verpackt.”“

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Dream Out Loud Magazin    (Torsten Schlimbach, 30.08.)

“ … Musikalisch verschmelzen sie zu einer Einheit. Natürlich ist die jeweilige Vergangenheit immer präsent. Alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen. Die aufwühlende Dringlichkeit von Koppruch hat sich dabei scheinbar etwas mehr durchgesetzt wie die verträumte Romantik von zu Knyphausen. ….  Kid Kopphausen schaffen es aber noch die ganze Kiste mit einem frischen Anstrich zu versehen. Authentizität wird hier groß geschrieben. Handgemachte und ehrliche Musik, manchmal auch Lärm in seiner schönsten Form. … Fazit: Kid Kopphausen legen mit „I“ ein wunderbares, deutschsprachiges Album vor. Würde es die Band von Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch nicht geben, dann müsste man diese glatt erfinden. Das beste deutschsprachige Album zwischen Lärm, Rock, Pop und Romantik seit langer, langer Zeit. Hoffentlich folgt auf „I“ dann auch irgendwann „II“!“  (9 von 12 Punkten)

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Für Giga.de urteilt man unter dem Titel Kid Kopphausen Album-Kritik: Die Outlaws von Hamburg  (Peer Göbel, 30.08.):

… Was dabei herauskommgekommen ist: Mindestens ein Überhit, ansonsten weht der Wüstenwind wärmend durch die Songs.

… Und über weite Strecken klingt das erste Kid-Kopphausen-Album, das ganz lapidar “I” benannt wurde, vor allem wie ein weiteres Fink- oder Nils-Koppruch-Album – nur mit einem zweiten Sänger, der eben auch mal randarf, um die Moritaten, Seemannslieder, schwingenden Wüstenwalzer, Americana-Geschichten zu erzählen. Also das, wofür man Nils Koppruch eben geliebt hat, das sich über die Jahre aber auch mehr oder weniger im selben Kreis herumdreht. … Über weite Strecken wechseln sich die beiden aber einfach als Sänger ab, mit mal stärkeren, mal schwächeren Songs, die vor allem in der zweiten Albumhälfte eher ausfransen und einen Faden verlieren. … Herausragend ist die Koppruch-Single “Im Westen nichts Neues” – einer seiner typischen Walzer, ein Wiedergänger von Signature-Hits wie “Herz aus Holz”, “Irgendwann wird’s Regen geben”, “Sag mir”, “Kaltes Huhn”, mit der Zeile “Ich hab im Krieg die Seiten gewechselt/und kein Mensch hat mich vermisst”. … [Das Leichteste der Welt] Ein ganz großer Wurf. Ein Lied, das von Krankheit, Zweifel und Liebe spricht, das auch beim mehrmaligen Hören noch zu Tränen rührt, ein Glaubensbekenntnis an den Rock’n’Roll, in drei Akkorden, ein Versprechen, dass alles gut wird. Gisbert zu Knyphausen war in meinen Augen immer ein juter Typ, aber der Hype war mir nicht ganz verständlich, da war dann doch etwas zu oft das Selbstmitleid und eine Süße im Spiel. Auf dem Kid-Kopphausen-Albums zeigt er, dass er nicht nur ein toller Sänger ist, sondern auch ein sehr guter Songschreiber. … Ob das jetzt wirklich gut zusammenpasst, Koppruch und Knyphausen, geschenkt. Die bärtigen Outlaws in den schief sitzenden Anzügen machen ihr Ding.“

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Rote Raupe befürwortet die Stiltreue (Christoph Walter, 30.08.):

“ … Zusammen mit Felix Weigt, Alexander Jezdinsky und Markus Schneider wurde also eine Band … namens Kid Kopphausen ins Leben gerufen und eine schlicht »I« betitelte Platte aufgenommen, die es zum Glück vermeidet, ganz neue Wege einzuschlagen, was schon ganz anderen Koproduktionen nicht gut getan hat.   ….   Ob Kid Kopphausen als Band dabei nun unbedingt zu mehr imstande ist als jeder der beiden für sich genommen, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt, aber solange eine Sammlung solch  .gelungener Songs herumkommt, sind alle kritischen Überlegungen eigentlich überflüssig. …“

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Bei campus-charts.de kürt man „I“ zum Silberling der Woche 35/12 (Nils Demetry):

 “ … Knyphausen und Koppruch bestechen in der für deutschsprachige Künstler schwierigsten Disziplin: Deutsch zu singen, ohne dass es peinlich wird … .  Das Highlight des Albums haben die beiden selbstbewusst ganz an den Schluss des Albums gesetzt. Die „Mörderballade“, die eigentlich auch eine Liebesballade ist und deren düsterer Beginn ein ganz klein wenig an das legendäre „17“ von Tocotronic erinnert: „Es war im August ’95 im Hartz/ der Himmel war schwarz, oh so schwarz“ . So zu texten muss man sich erstmal trauen. Doch Knyphausen, über den die Welt einst schrieb, dass er „in der Diktion des vergangenen Jahrhunderts dichte“ weiß, dass gerade solche schlaglichtartigen Zeilen in seinen manchmal abseitigen Texten funktionieren. … „I“ ist in der immer noch unruhigen, von Umbrüchen und Existenzängsten geplagten Musikwelt ein clever angelegtes Projektalbum, in dem sich zwei hoch sympathische Liedermacher verschiedener Generationen treffen, um ein Album von leidenschaftlicher Beharrlichkeit aufzunehmen.  … „Wär ich ein Dichter, ich hätt‘ es besungen/ und es hätte wundervoll zart/ ja fast himmlisch geklungen.“ Man möchte Knyphausen in den Arm nehmen und sagen: Gisbert, das brauchst du nicht im Konjunktiv sagen. „

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Bei Laut.de schenkt man dem Bandprojekt auf Zeit besonders viel Aufmerksamkeit. Erst gab es ein Bandportrait und ein sehr informatives Interview mit Gisbert „Ich will nie wieder ins Morgenmagazin„, nun hat Simon Langemann auch noch intensiv ins Album reingehört und schreibt unter „Nevermind the darkness baby!“ (29.08.)

“ … Für einsame Akustikballaden muss man sich bis zur nächsten Knyphausen-Platte
gedulden, Kid Kopphausen klingen nämlich ausnahmslos nach einer zusammen
gewachsenen Band. …

… Kid Kopphausen verpacken auf ihrem Erstlingswerk fiktive Geschichten von
kauziger Schönheit in innovativ und völlig ungeschliffen produzierte
Gitarrenmusik. Wer tatsächlich sowohl Koppruchs als auch zu Knyphausens
eigenwillige Art ins Herz schließt, den belohnt die Platte mit einer angenehm
seltsamen Reise durch verschiedenste Emotionslagen.“

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Im Blog „Das Pop-Tagebuch“ der FAZ.net  findet man für Kid Kopphausen eine knackig-kurze Definition (29.08.):

„KidKopphausen – „I“ (Unangestrengter Deutschrock und lässige Neo-Liedermacherei mit Auf-der-Walz-und-Blume-im-Mund-Gestus. Ich wandere mit.)“

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Bei CD-Bewertungen.de heißt es unter Kritik I Kid Kopphausen (29.08.):

“ … So kommt es, dass “I” laut und leise, verträumt und rockig, aber auch bebend und zuckend ist. Wie ein Fisch am Haken. Koppruch- und Knyphausen-Anhänger dürfte das gleichermaßen begeistern und verwirren, weil nie so richtig klar wird, was jetzt von wem ist.  – Umso schöner sind die Texte – Geschichten, Bilder, Innen und Außen. Moses zieht sein Hemd aus, knietief im Dreck, die Taschen voller Gold, in einem Feld aus Steinen, Wörter wie schwarzes Konfetti. Alle Mann an die Ruder, denn das Leben wartet hinter Geschenkpapier, das man erst zerreißen muss. Liebeslieder, Lebenslieder, Lieder wie Abenteuerfilme, die noch niemand gedreht hat.  … „

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Die Süddeutsche Zeitung findet für das Kid Kopphausen Duo große Anerkennung, sehnt sich dennoch nach FINK (29.08.):

“ … Deswegen war die Idee ziemlich klug, jetzt mit Nils Koppruch eine neue Band mit Songwriter-Doppelspitze zu bilden. Nicht nur, weil die schmalen Schultern des Gisbert damit etwas entlastet sind, nicht nur weil Koppruch zu den allerbesten amtierenden deutschen Liedermachen gehört, sondern vor allem, weil Knyphausen damit aus der Emojunge-mit-Gitarre-Falle rauskommt. Zu zweit schaffen die beiden ein erwachsenes, stellenweise (‚Schritt für Schritt‘) großartiges Album deutschsprachiger Empfindsamkeit. …  Koppruch, mit seiner schönen, schnarrenden Stimme hat immer das bessere Momentum, ist wendiger, treibender, versöhnlicher. Bei Knyphausen sind die Ränder ausgefranster, alles ist verwundet oder eben von jenem knabenhaften ‚Jetzt nicht aufgeben!‘-Eifer durchzogen, der sich recht bald wund scheuert. Den Melodieüberfluss den zwei Liedermacher so mit sich bringen, kanalisieren sie in eine eindrucksvolle Strecke guter Songs, an deren Ende man sich aber trotzdem vor allem eines wünscht: eine neue Fink-Platte.“

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Im Musikblog heartcooksbrain schlendert Martin Smeets durch das Album „I“ (28.08.):

“ … Was dabei herum kommt, wenn sich diese zwei zauseligen Pop-Poeten die Bälle zuspielen, weiß auch durchaus zu überraschen: Wer erwartet hat, dass die Beiden mit der Akustikgitarre am imaginären Lagerfeuer fläzen und ein paar Lebensweisheiten zum Besten geben, wird – ein Glück – enttäuscht. Im Gegenteil, ohne Strom läuft auf der von Swen Meyer -ihr wisst schon, der Typ, der auch den üblichen Verdächtigen, wie Tomte, Kettcar oder Olli Schulz den Sound verpasst – produzierten  I so gut wie Nichts, wodurch die Platte zwar nicht kantig wird, aber doch ein gutes Stück kraftvoller wirkt, als die jeweiligen Solowerke der Protagonisten. …

 … Was sowohl auf ihren Solowerken, als auch auf dem gemeinsamen Album auffällt: Es gibt keine schwachen Songs. Sowohl Knyphausen, als auch Koppruch haben das irgendwie unheimliche Talent, selbst in ihren schwächeren Momenten schlimmstenfalls gefällig zu klingen. …

… Das Beste – und gleichzeitig auch ein Fluch, an dem dieses Album laboriert – an I ist aber, dass es nicht einen, nicht zwei, sondern gleich drei Songs enthält, die alles überstrahlen, was sich zwischen den Attributen ‘gefällig’ und ‘sehr gut’ auf dem Album abspielt. …So wird I – obwohl es unüberhörbar nach zwei doch sehr unterschiedlichen Künstlern klingt – unterm Strich eine runde Sache. 13 gediegene Stücke ohne Untiefen, dafür mit Abstechern nach ganz oben. … „

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sound-tipp findet das Album tanzbar (28.12.):

„Das neue Album klingt vom ersten Song an schon deutlich tanzbarer, als man es von Gisbert zu Knyphausen gewohnt ist. Der Einfluss von Nils Koppurch scheint Gisbert, der sonst deutlich melancholischer auftritt, sehr gut zu tun. Ein deutlich stärkerer Beat, der sich durch das ganze Album zieht, macht das Album locker und nicht so schwer zu hören, wie das was man bis jetzt so kennt. Aber für alle, die es dann doch ruhiger mögen, gibt es auch ruhige Stücke wie “Wenn ich dich gefunden hab”. Tiefsinn gemischt mit tanzbaren Melodien. Dieses Album ist ein Muss für jeden Fan von guter deutscher Musik.
Fazit:
Tanzbar aber zum Glück weit weg von Pop. Überzeugt schon nach dem ersten Hören!“

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Bei der OZ Osnabrücker Zeitung  ist man sehr begeistert – „Musik ohne Ellbogen – Neues von Nils Koppruch und Gisbert zu Knyphausen“ (Verenen Reygers, 28.08.):

“ … Das ist deshalb so betonenswert, weil es atemberaubend schön ist, wie sich diese Männer den Raum vorm Mikro teilen. Da gibt es kein Hauen und Stechen, keine Ellenbogen. Mal singt zu Knyphausen, und Koppruch fällt im Refrain mit ein, mal prescht Letzterer voran und wird sanft vom Kollegen flankiert, und dann, ganz unvermittelt, singen sie im Duett, und man kann sie spüren, die Einheit dieser Band, dieser Musiker, die solo ganz hervorragend und berührend sind, im Doppel das aber noch zu steigern wissen. …  Dazu Texte voll archaischer Sehnsüchte, ungeschönter Metaphern und aufrichtiger Adjektive. Koppruch und zu Knyphausen sind mal leise und wehmütig, mal laut und aufbrausend, aber immer in derselben Richtung unterwegs.

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Stadtmagazin PRINZ hat mit den beiden gesprochen und stellt fest (28.08.):

“ … Die beiden setzen sich mit dir an den Tresen und erklären dir das Leben. Mal lehrreich um die Ecke, mal direkt ins Gesicht. …“ (5 Sterne)

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Bei ByteFM hat Diviam Hoffmann ins Album gehört (27.08.):

“ … Und so haben einige herausstechende, tolle Songs ihre Entsprechung in der irgendwie unspontanen Ausgelassenheit der pompösen Dramatik und gewollten Tiefgründigkeit anderer Songs. Das Stück „Jeden Montag“ ist grenzwertig, der Chor wirkt regelrecht „sesamstraßenhaft“ (Jan Wigger). Denn nicht immer klappt die große Cowboy-Lyriker-Nummer der beiden Musiker und man sucht die wirklich authentischen, ruhigen Stücke, die allerdings auch schon Koppruch und zu Knyphausen solo ausmachen. … Es gilt die alte Gleichung: Zwei Menschen, die schöne Stücke über Menschen, Heimat, Leben und Glück schreiben können, können es zusammen meist auch ganz ordentlich. Und mal ehrlich: Wenn man Harz auf schwarz reimen kann, kann eigentlich nichts schief gehen.“ (7,5 von 10 Punkten)

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Beim online Magazin whisky-soda.de (maximilian, 27.08.) lobt man hoch und bewertet tief (2 von 6 Punkten):

“ Bei deutscher Musik reden wir viel zu oft nur über die Texte. Zweifelsfrei sind Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch begnadete Texter – doch nun ist es an der Zeit, auch mal hervorzuheben, in welch schöne Melodien sie ihre Texte einkleiden. Diese Melodien sind sogar so schön, dass man beim ersten Hören überhaupt nicht auf den Text achtet, weil man ganz gefesselt ist vom schönen Klang. Und genau da liegt die Stärke des Debütalbums ‚I‘ von Kid Kopphausen, der Supergroup um Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch. … Trotzdem hört man aber jedem Song stilistisch genau an, aus wessen Feder er stammt. Kid Kopphausen sind zwar eine Band, doch bleibt der Band-Charakter sehr blass und unterscheidet sich nicht von den Studio- und Tour-Bands, mit denen Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch ansonsten zusamen spielen.  … Im Großen und Ganzen hat aber keiner der beiden seinen Stil grundlegend geändert. Und so klingt ‚I‘ wie eine Zusammenstellung einer Nils Koppruch- und einer Gisbert zu Knyphausen-EP – nur eben dann doch stellenweise noch ein bisschen schöner. „

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Flight 13 Records (26.08.) lobt uneingeschränkt:

„Zwei glorreiche Halunken, ja mit dem Bezugsrahmen Western müssen sie jetzt wohl leben, machen eine neue Supergroup und das ist sehr gelungen. Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch (auch Fink (D)) singen abwechselnd und gemeinsam (mit drei Mitstreitern als Band mit zwei Frontmännern), überlassen sich gegenseitig blindvertrauend die Führung und geben dem anderen Rückendeckung.  Der eine mag Traurigkeit, der andere amerikanischen Country, beide die akustische Gitarre und den Rock’n’Roll. Das klingt nicht zusammengefügt, das ist homogen, das sind tolle Songs, bei denen man natürlich die Vorlieben des einen oder andere heraushört, aber es ist gewachsen; und was beide eint ist die Dynamik in der Musik, die Emotionalität. Da wird es mal heftig laut, oder auch leise, fast schon getragen, ein Aufbäumen und ein Hin-und-Her, es zuckt und bebt, Hits neben sperrigen Haken und immer ehrlich, kernig und leicht staubig (sind jetzt wieder im Western Bild?) ohne angestaubt zu s  ein. Eine klasse Gitarren-Platte mit vielen Facetten und intelligent witzigen Texten (ohne religiösen Nonsens, wie einige Ami-Bands derzeit), zeitloser Rock’n’Roll von zwei Chararaktergesichtern, die nicht zu jung sind für einen Bart (wie so viele im Moment)!“

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CDStarts.de  (Julia Rieke, 24.08.):

“ …  Was sie verbindet ist die zauberschöne melancholische Poesie und der Wortwitz. …

  … Man merkt recht deutlich, wann Knyphausen und wann Koppruch am Regler saß und so hat jedes Lied für sich seinen ganz eigenen Charme. … Eigentlich also alles wie immer und gar nicht so rätselhaft. Koppruch und Knyphausen passen eben gut zusammen, krempeln in Zusammenarbeit auch nicht unbedingt ihre eigenen musikalischen Lebensgeschichten um. Ein ganz entspanntes Album von zwei tragischen Poeten. Wunderschön und melancholisch zugleich. “ (8 von 10 Punkten)

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Musikexpress (Print, August 2012)

„Melancholische Absurditäten des Lebens und gemessene Wut auf die Zustände. Große Poeten sind sie beide, tolle Sänger auch.“ 

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Spex (Print, August 2012):

„Kantig, widerborstig und bewusst unelegant, dann wieder souverän und von musikalischer Eleganz, alles fließt und passt zusammen. Der eine hat, was dem anderen fehlt – aus diesem Spannungsverhältnis entsteht hier besondere Musik.“

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Die erfreuliche  Rezension bei Motor.de ist hier wohl bislang übersehen worden (Sophie Lagies, 24.08.):

“ … Symbiosen sind am Anfang immer ein schwieriges Unterfangen. …  Im Falle der Songwriter Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch ist die Zusammenführung zweier charakterstarker Herren ausnahmslos geglückt. … Knyphausen hätte einfach seine Indierockschiene weiterfahren können, ohne Rücksichtnahme auf Koppruchs Americanavorliebe. Dann hätten wir auf dem Langspieldebüt von Kid Kopphausen aber keine Fusion der Künste vorgefunden, sondern ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Solisten. Doch zu meiner Freude ist dem nicht so, Glück gehabt. … In „Hier bin ich“ singen die Zwei zu folkigem Blues zunächst im Wechsel miteinander und sobald der eine stimmlich dominiert, hört man schon den Anderen aus dem Hintergrund hervortreten. Auch in „Moses“ profitieren sie gegenseitig von ihren Qualitäten – es wird klar, dass es sich hier um zwei Brüder im Geiste handelt. Sie eint dabei nicht nur die Vorliebe für Dreitagebart, deutsche Leidenslyrik und der von Nylonsaiten dominierte Klang, Kid Kopphausen ist einfach die perfekte Symbiose. Und, wenn beide die Bewunderung für den Anderen beibehalten, wird ihr gemeinsamer Baum auch zukünftig noch schmackhafte Liedermacherfrüchte tragen.

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Brigitte (Print, August 2012):

„Ein super Album mit bestem deutschen Songwriterpop. Hat Zukunft, dieses Kid Kopphausen!“

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Plattentests.de kommentiert unter „Fleisch und Blut“ (24.08., Ina Simone Mautz):

 „… Kid Kopphausen ist nämlich nicht nur Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch. … Mehr als die Summe aller Beteiligten. …“

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Der Konzertblog für Hamburg,  concert-news.de  wählt das Album „I“ zum Album der Woche (24.08.):

“ … Zusammen schaffen sie mit “I” ein rundes, homogenes aber gleichzeitig abwechslungsreiches erstes Werk, das gerne auch einen Nachfolger bekommen darf. …“

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Bizarre Radio bedauert (Frank Fischmann, 24.08.):

„Ach, es hätte so schön sein können. Die Voraussetzungen waren perfekt, die Melange stimmte, man konnte Großes erwarten.  Doch kann „I“ die Erwartungen leider nicht ganz erfüllen, und ist doch ein überdurchschnittliches Album geworden. … Und auch Kid Kopphausen klingt wie ein Split-Album Koppruch/zu Knyphausen. „Schritt für Schritt“, „Im Westen nichts Neues“, „Moses“ und  „Meine Schwester“ sind lupenreine Koppruch-Songs, die auf jeder Fink-Platte Platz hätten. Die Hamburger Americana-Country-Version mit der unnachahmlichen Erzählstimme Koppruchs. Dagegen stehen die typischen dahinfließenden leicht melancholischen Gisbert-Momente: „Das Leichteste der Welt“, „Wenn ich dich gefunden hab“. Da wildert Gisbert bisweilen schon an Lindenberg in „Haus voller Lerchen“.
Das gemeinsam gesungene „Hier bin ich“ ist nur ein Ablenkungsmanöver. Schade, dass es den beiden nicht geglückt ist, etwas Neues zu schaffen….“ (12 von 15 Punkten)

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Albumcheck (7 von 10 Punkten der Redaktion) meint (24.08.):

“ … Kid Kopphausen ist eine Gang aus Outlaws, die überall das Weiter suchen und ständig falsche Fährten legen. …  Lustige und auch ironische Texte zieren das Hörbild.  Hier wird gerockt. Hier wird es leiser, hier wird es lauter. Abwechslung garantiert. – Nettes Ding! „

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In Crazewire – Plattenkiste vergibt man 6,5 von 10 möglichen Punkten (Isabel Parzich, 24.08.):

“ …Wie zu erwarten besticht „I“ vor allem textlich. … Musikalisch wünschte man sich etwas mehr Kohärenz – es scheint wie ein Ritt durch die musikalischen Vorlieben der Protagonisten. Düster und vertrackt auf der einen Seite, rockig und in der Americana-Kiste wühlend auf der Anderen. Der Infotext verrät zudem, dass im Vorfeld nicht feststand, wer welche Passagen singt und am Ende ausgelost wurde – und ich wage zu behaupten, dass dadurch mancherorts Authenzität eingebußt wurde.“

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Weser-Kurier, Bremen4u  (24.08.):

“ Zusammen ist man eigentlich stärker. Sollte man denken, aber das gemeinsame Album von Nils Koppruch, einst Frontmann der Hamburger Formation Fink, und des erfolgreichen Wahl-Hamburgers Gisbert zu Knyphausen wirkt ganz schön bedrückt. Und privater als erwartet, wenn sich zwei zusammenschließen. …Zwei eigenwillige Kreative, die lieber zu sperrig als gefällig sein wollen, entwickelten zwölf Songs lang ihre ganz eigene Melancholie. …  Die meisten anderen Lieder erleben dies nicht, verweilen in einem Zustand, den man mitunter als Lethargie bezeichnen kann. …  Obwohl „I“ ein sperriges Album ist, das nicht übertrieben einladend wirkt, plant man schon die Festivalsaison 2013, meint es also ernst und pocht nicht auf das übliche Understatement. …“

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Hurricanebar (Maria Sonnek, 24.08.) vergibt 9 von 12 möglichen Punkten:

“ … Zusammen schaffen sie mit „I“ ein rundes, homogenes aber gleichzeitig abwechslungsreiches erstes Werk, das gerne auch einen Nachfolger bekommen darf.“

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Bei Gästeliste.de begrüßt man die Kooperation (Ullrich Maurer, 24.08.):

„Musikalisch beißt sich da nix, sondern ergänzt sich vielmehr in idealer Weise. Die beiden seelenverwandten Nordlichter haben ja stets eine Anerkennung des gegenseitigen Tuns demonstriert – hier verschmelzen sie zu einer Einheit. Unterstützt von einer Band, die klingt, als habe sie nie etwas anderes gemacht, entstand ein Album, bei dem die Eigenarten der beiden Protagonisten in ein jeweils etwas anders gewichteten Umfeld transplantiert wurden.“

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Bei mainmove.de ist  Anna Thut überzeugt (23.08.):

“ …  Sicher ist, dass dieses Album mit vermehrtem Hören wächst, wer wegschaltet versteht am Ende die Pointe nicht. Einige wenige Stücke gehen direkt ins Ohr und sorgen so dafür, dass man das Album erneut einlegt. Ob nun eher die Koppruch- oder Knyphausen-Fans erfreut über die Zusammenkunft sein werden oder gar Neue erreicht werden können, ist unklar. Im Prinzip scheint den Herren das aber auch egal, sie haben etwas Neues geschaffen und wer zuhören mag, ist herzlich willkommen. Kid scheint trotz des bärig anmutenden Typs überaus gastfreundlich zu sein.“

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Beim Valve Online Magazin verliebt man  sich in „I“ (Sabine Wirsching, 23.08.)

“ … Insgesamt eine Scheibe zum Verlieben – zum das Leben lieben, zum Aufstehen, zum Sehnen nach all dem Schönen dieser Welt. Episch.“ (4,5 von 5 Punkten)

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Bei intro.de (Manuel Czauderna, 23.08.) sieht man:

“ … Wenig Reibung, wenig Spannung. Aber das, ja, das ist vermutlich Jammern auf hohem Niveau. Besonders gut funktioniert das Album übrigens in seinen rockigeren Momenten, wie etwa bei »Hier bin ich« oder »Schon so lang«.

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Das Hamburger Abendblatt beschließt seine ausführliche Albumbesprechung „Hey Cowboy, hier geht’s lang“ mit dem Urteil (Thomas Andre, 23.08.):

“ … Koppruch und Knyphausen sind als Texter nicht schlechter als Sven Regener.   Manchmal lakonisch, manchmal poetisch. Sie mögen beide Ton Steine Scherben,   sind aber ganz unpolitisch. Sie machen Musik für Tiefgründige und für alle   anderen auch. …“

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Im Blog Lieblingstape  hat man intesiv hingehört und mitgegrübelt:

„I“ von Kid Kopphausen ist ein Geschenk, es ist nur scheiße verpackt! (Franziska Marie Bothe, 23.08.)

“ … Es wird nach dem eigenen Ich, dem Sinn des Lebens gesucht und ich habe das Gefühl ihn in den 49 Minuten gefunden zu haben. Doch dieses Gefühl verhält sich wie Ebbe & Flut. Vorerst guckt man ein wenig verdattert, wenn das Meer wieder kommt, denn man ist sich unsicher, woher diese Gefühle in einem ausgelöst werden. Doch wenn die Platte zum Ende hin wieder leiser wird, bleibt die Erkenntnis, dass diese Welt ein schöner Ort ist, um glücklich zu werden. …“

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Der Rolling Stone urteilt (23.08., Max Gösche):

“ … Auch wenn sich auf „I“ leicht identifizieren lässt, wer welches Stück verfasst hat, ist das Album trotzdem (fast) eine Band-Platte geworden, auf der die teils arg unterschiedlichen Klang- und Gedankenwelten von Koppruch und zu Knyphausen erstaunlich gut fusionieren. …  Nur wenig – abgesehen vom gespenstischen „Haus voller Lerchen“ – schlägt einen derart in Bann wie Knyphausens letztes Soloalbum. Magisch geraten vor allem die Balladen, wenn der eine in den Refrain des anderen einfällt wie im großartigen „Im Westen nichts Neues“.“ (3,5 von 5 Sternen)

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popshot resummiert über Kid Kopphausens -I :

“ … Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch ist ihr Experiment, gemeinsam ein Album aufzunehmen gut gelungen. „I“ klingt trotz der unterschiedlichen Einflüsse, Ansätze und Stimmen nicht völlig wahllos zusammengewürfelt, sondern ergänzt sich zu einem schönen Ganzen. Dass da noch eine „II“ folgt ist jedenfalls gut vorstellbar.“

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Bei der Zeit Online – Zwei Liedpoeten von zauseliger Eleganz (21.08.) findet Jan Freitag ein positives Fazit –

“ … Denn Kid Kopphausen vereint zwei wortgewaltige Dichter deutschen Pops, die jedes ihrer 13 Stücke zu Happenings von Wortwitz, Poesie und Doppelbödigkeit machen, zu etwas, das beide erstaunlich uneitel „Rock“ nennen. Ihr robust instrumentiertes Projekt mag das Singer/Songwriting nicht neu erfinden, doch es ist eines mit der Kraft, die Gegensätze zweier Individuen so lange zu verrühren, bis eine Tonalität entsteht, die sich nicht in analoger Nostalgie erschöpft, sondern DIY und Muckertum zum Ausdruck leidenschaftlicher Beharrlichkeit erhebt. …“

„… Nein, diese Zusammenkunft ist auf jeden Fall ein Gewinn, allein wegen Sprachpreziosen wie in Das Leichteste der Welt: „Jeder Tag ist ein Geschenk / Er ist nur scheiße verpackt“. Es singen da zwei Poeten von zauseliger Eleganz und sie wissen genau, dass es im Popgeschäft meist umgekehrt zugeht. Schön, dass Kid Kopphausen uns das für eine Weile vergessen lassen.“

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Eine Generation schreibt – generatione-one.de (19.08.) empfiehlt:

“ … Man tut also gut daran, zuzuhören, was die beiden selbstbezeichneten glorreichen Halunken da singen. Text und Musik verschmelzen zu einem wirklich starken und dennoch nicht schwerfälligen oder verkopften Album. …“ (5 von 6 Punkten)

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Sound Base online Magazin (Kerstin Karger, 17.08.2012) sieht es positiv:

„… Da tut sich geradezu ein kleiner Kosmos auf, eingerahmt in eine harmonisch soundtechnische Textur. Glockenspiel, Banjo und Perkussion kommen ebenso zum Einsatz und an manchen Stellen wird die Band auch von einem Chor unterstützt. Kid Kopphausen in eine Schublade zu stecken ist nahezu unmöglich, irgendwie schwer einzuordnen das Ganze, voller Leben und Fragen und dabei herrlich retro. Schließlich gibt es auch in dieser Welt vieles, über das es sich zu schreiben lohnt, gar irritiert oder uns aus dem Gleichgewicht zu bringen versucht. Kid Kopphausen in eine Schublade zu stecken ist nahezu unmöglich, irgendwie schwer einzuordnen das Ganze, voller Leben und Fragen und dabei herrlich retro. Schließlich gibt es auch in dieser Welt vieles, über das es sich zu schreiben lohnt, gar irritiert oder uns aus dem Gleichgewicht zu bringen versucht. Die Texte hinterlassen keine eindeutige Spur, wandern von Innen nach Außen, malen Skizzen, erzählen Geschichten.  Es sprüht nur so vor schönen sprachlichen Bildern und Metaphern in diesem Werk: …“ (10 von 12 Punkten)

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Terrorverlag lobt (16.08.):

“ … Die Musik von KID KOPPHAUSEN wurzelt zweifelsfrei in den Werken zweier Originale, die sich perfekt ergänzt und gemeinsam mit den beteiligten Musikern 13 abwechslungsreiche Lieder eingespielt haben, die zwar neue Klangfarben mitbringen und nicht einfach nur kopieren, was man von den beiden Masterminds hinter KIP KOPPHAUSEN bereits kannte, aber eben doch ihren Ideen treu bleiben. …“

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Bei Spiegel Online  sieht man „kleinbürgerlich-altbackenen Momenten“ und Anklängen an die Sesamstraße. (Jan Wigger, 14.08.)

“ … Während es am Genie des hochempfindlichen Gisbert zu Knyphausen und am kargen, bedrückten Kaurismäki-Folk Koppruchs nichts zu bekritteln gibt, funktioniert das erste Album unter Brüdern nur bedingt. Mal rockt es krachledern, mal ist ein Blumfeld-Moment allzu offensichtlich („Ich hör‘ eine engelsgleiche Stimme und viele mehr, die mitsingen/ Sie singen: ‚Never mind the darkness, baby, you will be saved by rock ’n‘ roll'“), mal kippt ein Song wie „Jeden Montag“ ins Sesamstraßenhafte. Und ganz im Gegensatz zu Knyphausens letzter, schmerzlich wahrhaftiger LP „Hurra! Hurra! So nicht“, nach der man nur noch schweigen oder Gott anrufen konnte, zähle ich auf „I“ auch drei, vier kleinbürgerlich-altbackene Momente. …“ (5,7 von 10 Punkten)

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Valve Online Music Magazin kündigt an (12.07.)

„Deutschsprachig, rau, unberechenbar: Das Debüt von Kid Kopphausen – der Band von Gisbert zu Knyphausen und Nils Koppruch – ist einzigartig und einzigartig schön. Bluesrock meets Pop meets tief-schräge Texte meets Zuhörenmüssen.“

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Rezensionen zum Album CARUSO

… die positiven:

Schunkeln in Nachdenklichkeit – Agenda Berner Zeitung (05.10.2011)

“ … Allen voran der Eröffnungssong «Armer Junge weint, armes Mädchen auch» darf als Höhepunkt im musikalischen Tun des Herrn Koppruch gefeiert werden. Selten wurde zwischenmenschliches Leid dermassen anschaulich in Liedform gegossen, musikalisch im selben Rumpeln gehalten, wie auch Leben und Liebe zuweilen scheppern – abgeschmeckt mit Zeilen wie dieser: «Halb so schwer – das sagen sie – ist das Leid, das man teilt / ach, wär ich doch bloss tausend Mann / dann wärs so gut wie keins». Im weiteren Verlauf dieser CD wird mal günstiger, mal ungünstiger geliebt, ungeniert angehimmelt, lustvoll gereimt und gedichtet, in bekneipter Wehleidigkeit identitätsgekriselt und – immer öfter – das schiere Glück gepriesen. Musikalisch ist dies vor allem dann interessant, wenn Nils Koppruch nicht allzu sehr in der bekannten Singer-Songwriter-Plattitüdenkiste kramt, wenn auch mal Gevatter Groove ein Plätzchen ausgespart wird und wenn der Kunst des Songwritings mit der gleichen Sorgfalt gefrönt wird wie dem Verfassen dieser hintersinnigen Poesie.“

 PopFreaks-Festival 2011 StuttgartKonzertbericht bei kulturpegel.de (Manuel Niedermann 18.01.2011)

Die Welt in einem Lied – Konzertbericht aus Darmstadt bei Echo-online (Frank Speckhard, 15.01.2011)

“ … Mit seinen tiefgründigen Texten schlägt der Hamburger Sänger Schneisen der Erkenntnis in das Dickicht der Widrigkeiten des Lebens. …Der […] Solokünstler Nils Koppruch wirkt in keiner Phase des über neunzigminütigen Konzerts belehrend oder eitel. Man könnte sich gut vorstellen, ihn zu einem ungezwungenen Plausch in einer Szenekneipe zu treffen. …

„Das nächste Lied ist auch ein schönes“Konzertbericht aus dem Zwölfzehn in Stuttgart bei kulturpegel.de (Manuel Niedermann, 18.11.2010)

 

Tipp des Tages: Nils Koppruch bei Rock -fucker-Rock (Christian, 09.10.2010)

“ … Die Musik ist herrlich unaufgeregt und doch alles andere als Heile-Welt-Gedudel – wie auch Nils auf der Bühne ein gelassener Künstler ist, dem man im Konzert gerne zuhört. Seine Lieder sind nie plump; sie besitzen immer eine, oft nicht ganz einfach zu entschlüsselnde Tiefe. Auf jeden Fall ist er einer der besten aktiven deutschsprachigen  Texter. …“

Nils Koppruch: Caruso Meinung zum Album (07.10.2010 von Rainer Krispel, TBA)

„… Koppruch, der als Maler und Musiker arbeitet, ist ein limitierter Sänger, aber die Seele und die Gescheitheit, die in seinen Texten liegen und darin, wie er sie ruhig und dennoch eindringlich bringt, machen ihn zu einer absoluten Lieblingsstimme. …“

Nils Koppruch – Caruso: Singer/Songwriter zwischen Sommeranfang und Schneeregen (Thmas Winkler)

Rezension  in der Printausgabe des Musikexpress 09/10: 5 von 5 Sternen!

„Nein, ein CARUSO war Nils Koppruch nie. Dafür womöglich der deutsche Sänger, der aus dem bisschen Stimme und großartigen Texten am allermeisten gemacht hat. Das war bei FINK so, das ist auf der zweiten Soloplatte nicht anders. Denn Koppruch tut das, was er am besten kann, was er so gut kann wie kaum jemand sonst in diesem Land: Er singt von der Liebe und dem Leben, mit norddeutscher Abgeklärtheit und trockenem Witz, aber mischt die Ironie immer wieder mit der gerade richtigen Portion Pathos. Koppruch kann begeistert den Sommeranfang  besingen, als sei er besoffen („Kirschen“), aber auch einem Blick in den Schneeregen seine ganz eigenen Schönheit abgewinnen („Hamburger Berg“). Dort, zwischen Rot und Grau, zwischen Aufregeung und Alltag, findet Koppruch immer einen schräge Blick, mit dem er auf altbekannte Gefühle und Stimmungen schaut, als wär´s das erste Mal. Auch musikalisch erfindet sich Koppruch mit CARUSO nicht neu, sondern benutzt die Erkenntnisse, die er bereits mit FINK kultivierte: Dass Country zwar eien Grundlage, der Chanson aber auch nicht weit weg und sogar ein bisschen Elektroik möglich ist. Kurz: Nils Koppruch ist auf CARUSO ganz der Alte, aber das ist prima, denn besser geht´s ja nicht.“

 

Wehmütige Westernklänge für ’ne sonderbare Welt  Konzertkritik bei der Frankfurter Neuen Presse (Alexander Köhn, 14.09.2010)

“ … Doch beschwingte, mit Cello-Einsätzen verzierte Songs wie «Komm küssen», «Verrückt vor Liebe» oder «Shuffle & Kompott» verfehlten ihre Wirkung nicht, so dass die Zuschauer das Quintett am Ende kaum mehr von der Bühne lassen wollten. Koppruch bedankte sich mit einer zärtlichen Version des «Fink»-Titels «Wie ein Schiff» – ganz allein auf der Gitarre.“

 

„Wo Waterkant auf Nashville trifft“ Konzertbericht aus Reutlingen in der Südwest Presse (Jürgen Spiess13.09.2010)

„Im Hintergrund zirpt das Banjo, in den Vordergrund drängt sich rauchiger Groove: Nils Koppruch und Band legten im franz.K vor rund 100 Fans eine an Gefühl und Poesie reiche Performance hin. … Und noch immer ist Nils Koppruch eindeutig der Dreh- und Angelpunkt der Band. Er gibt sich raubeinig-kokett und strahlt eine Souveranität aus, die ansteckend wirkt. Seine Stimme ist noch rauer geworden, seine Ironie noch subtiler. Nur eines bleibt wie ein roter Faden auch in Reutlingen spürbar: das Gefühl, unterwegs zu sein. Es ist, als löse Koppruchs Musik das ewige Versprechen des Roadmovies ein. Und er findet immer wieder die passenden Worte dazu: „Wir müssen von da weiter, wo wir sind.“

 

 

„Die Tiefe kommt später“  Tagesspiegel Berlin kündigt Nils Koppruch als Auftritt der Woche an (12.09.2010)

Zum Album heißt es: „… Genau wie den von der Art Brut inspirierten, nur scheinbar naiven Bildern, die er seit 1990 unter dem Pseudonym „SAM.“ malt, nähert man sich Nils Koppruchs Songs am besten nicht übers Hirn, sondern übers Herz. Es ist eigentlich ganz einfach: Die Tiefe kommt später, wer sie spüren will, spürt sie.“

 

„Caruso hätt sich aufgehängt“ – Konzertkritik aus dem Blue Shell Köln bei kultur-in-bonn.de (Michael Herrman, 13.09.2010)

 

Hamburg mit Neuschnee – Konzertbericht vom BlueShell in Köln bei Gästeliste.de (Ullrich Maurer, 09.09.2010) incl. Fotogalerie

“ … Klanglich wuchs das alles konsequent zusammen und war einer gewissen Dramaturgie unterworfen, indem Nils in der zweiten Hälfte zur Danelectro-Gitarre griff und die Sache sozusagen rockig anging. In Kombination mit dem munter fiedelnden Hans und dem instrumentellen Wechselbetrieb von Oliver Stangl wurde dann aber doch keine Rock-Show daraus – aber Songs, die bislang eher als Folknummern durchgegangen wären, erhielten hier ein neues Gesicht. …“

 

Ein Meisterwerk bei Graswurzelrevolution.net (09.09.2010)

“ … Der Groove rollt gewaltig, gelegentlich gibt es satte Bläsersätze zu bestaunen, und allein das wundervoll versoffene Barrellhouse-Piano von reverend ch.d. zieht den Finger zuweilen magisch Richtung Wiederholungstaste. Aber gute Musiker brauchen gute Songs, sonst können sie nicht arbeiten. Und Nils Koppruch schreibt gute Songs. Seit langem schon. Wenn man seine Musik mit einem Satz umschreiben wollte, müßte man wohl sagen: Koppruch ist die schönste und intelligenteste Ermutigung zu künstlerischer Eigenständigkeit, die sich denken läßt. Er ist einzigartig eigensinnig, schreibt seine Verse ohne Netz und doppelten Boden. …“

 

Über CARUSO – Rezension im Blog „Alles ist Pop“(04.09.2010)

“ …Nils Koppruch präsentiert sich auf seinem zweiten Soloalbum musikalisch furios als Genregrenzgänger und auf der Textebene angenehm kryptisch und zuweilen kumpelhaft, jedoch nie anbiedernd oder gar uninspiriert. Zwischen metaphorischem Schönklang und Weisheiten aus dem Alltag, restau…riert Koppruch das ausgeblichene Bildnis eines Liedermachers mit geschwungenen Pinselstrichen und grundiert dieses mit charmanten, zuweilen auch traurigen Geschichten….“

 

Begnadeter Schulterzucker sehr treffender Artikel bei taz.de (Thomas Winkler, 31.08.2010)

„… Tatsächlich funktionieren Koppruchs Bilder ähnlich wie seine Songs. Sie scheinen zuerst leicht durchschaubar und eingängig, aber öffnen dann einen zweiten Blick ins Dunkle der menschlichen Existenz, entdecken hinter der Schönheit des Augenblicks die Ewigkeit der Verzweiflung. Was seine Kunst und seine Lieder aber vor allem auszeichnet, ist das, was die FAZ dazu bewegte, ihn zum „begnadeten Schulterzucker“ zu küren. Gerade die Lakonie seiner Songs wäre es, die dazu führte, dass ihre Großartigkeit gemeinhin übersehen würde. …“

 

Über CARUSO – Veröffentlichungen  im August im Blog „Zu wenig Zeit“ (28.08.2010)

“ … Lebte doch die Band von Koppruchs Stimme und seinen meist sonderbaren aber eingehenen Texten. Er gilt nicht umsonst als einer der besten Songwriter dieser Nation. Seinen Genius beweist er abermals mit seiner neuen Veröffentlichung Caruso. Eine gelungende Sommerplatte.“ 

 

Nils Koppruch – „Caruso“ Beitrag im Ausgerechnet Alaska-Forum (26.08.2010)

“ … Nils Koppruch ist ein Vollblut-Künstler und sein neustes Album ist ein echter Glücksfall. Natürlich hat er das Songwriting nicht neu erfunden, aber auf CARUSO stimmt einfach alles. …“

Berührende Schwärze bei regiomusic.de (Christian Hautz, 26.08.2010)

„… Doch gar wunderbar finden sich all die Banjos, Pedal Steels und gospelartigen Chöre in prächtig griffigen und atmosphärisch-geladenen Songs zusammen, die von Koppruchs nachdenklichen Texten und seiner bei aller Kryptik und Schwärze doch immer humoristischen Betrachtungen die Gedanken des Hörers auf seltsame Weise beflügeln. …

… Nils Koppruch ein trotz aller Reduktion musikalisch dichtes und in seiner Sprache zutiefst berührendes Werk, dass den Hörer über die ganze Distanz zu fesseln vermag.“

 

Kirschen gegessen Tageszeitung Junge Welt (André Weikard, 21.08.2010) – Empfehlung: Artikel unbedingt lesen – die bislang beste Albumkritik. Weil hier mal jemand konzentriert zuhört und sich in Ironie und Bilderwelt zurechfindet:

 „… Das ist immer noch Nils Koppruch, das ist immer noch alles halbwahr und dann doch ganz ironisch. Da reimt sich »weint« auf »war nicht so gemeint«….

Das ist nicht eben die Musik, mit der man die müde Geburtstagsparty in Schwung bringt, aber das ist die Art von Melancholie, zu der man tanzen kann. So war’s damals bei Johnny Cash schon: Da wurde die schlechte Nachricht so lässig vorgetragen, als ob der, der da singt, es schon immer gewußt hätte, und als ob er die Sache am Ende doch immer noch im Griff hätte. Bei Nils Koppruch ist die Country-Blues-Folk-Melange bunter. Da rollt der Mond die Straße rauf, da lauern überall selbstgemachte Weisheiten und großartige Bilder. …“

… Unbedingt hingehen. Mit dem ist gut Kirschen essen.“

 
Rumpeliger Charme, Blogbeitrag in „Unter Geiern“ (20.08.2010)

„Daran könnte ich mich besoffen hören…“

Wenn CARUSO ein Film wäre …„Caruso oder eine Geschichte über das Ankommen“ bei music makes my day (18.08.2010)

“ … Brillanter hat Nils Koppruch nie geklungen.  …“

 

Caruso – Produktbeschreibung  – Aus der amazon.de-Redaktion (Sven Niechziol)

“ … Besonders gelungen ist ihm „Wien 91/5“, eine Instrumentalnummer, in der eine zart gespielte Akustik-Gitarre, Kontrabass und digitale Beats eine gelungene Allianz eingehen. Auch der nachfolgende Tracks „Weil’s möglich ist“, mit großer Besetzung und Instrumenten wie Wurlitzer Orgel, Saxophon und vielen E-Gitarren eingespielt, wird von programmierten Rhythmen vorangeschoben. Die Sprache und die Satzkonstruktionen des bisweilen lakonischen Geschichtenerzählers ohne den Hang zur Eindeutigkeit bleiben einzigartig in der deutschsprachigen Pop-Musik.“

 

Nils Koppruch – Caruso bei WhiskySoda.de. (maximilian, 18.08.2010) Note 2 von 6

 

Das Leben feiern, dunkle Seiten gibt es noch genug bei Frankfurter Neue Presse (Thomas Kurtenbach, 18.08.2010)

„Bei Nils Koppruch konnte man sich bisher auf zwei Dinge verlassen. Zum einen, dass seine Musik auf breiten amerikanischen Fundamenten ruht. Zum anderen auf den Charme seiner Stimme, die charaktervoll knarzt wie eine ausgetretene Bodendiele. «Caruso», die neue Platte des einstigen «Fink»-Frontmannes, profitiert von beidem. …

Zwölf Stücke hat der Hamburger darauf vereint, die … durch assoziativ-verschlüsselte Texte auffallen. Texte, bei denen man zuhören muss, weil einem sonst leicht die eine oder andere schöne Phrase entgeht….“

 

Der große Erzähler Koppruch im Übel & Gefährlich im Hamburger Abendblatt (18.08.2010)

„Vergangene Woche erst hat Nils Koppruch sein neues Album veröffentlicht, es heißt „Caruso“ und zeigt auf dem Coverfoto einen finster dreinblickenden Songwriter. Das kommt ein bisschen einer Vorspiegelung falscher Tatsachen gleich. Denn die neue Platte des ehemaligen Sängers der Hamburger Band Fink ist so bedrohlich nicht, im Gegenteil: Klänge und Texte sind entspannt, auch wenn in den Songs nicht alles gold ist.“

 

Nils Koppruch – Caruso bei „Der Schallplattenmann sagt“ (Dirk-Michael Mitter, 16.08.2010)

„Koppruch gibt den lebensnahen Rumpelpoeten und trifft dabei trotz grobmotorischer Annäherung mitten ins Herz. Seine Weisheiten offenbaren erst nach und nach ihren fragilen Kern und lassen selbst bei mittelalten Männern die Idee aufkommen, mal wieder einen Spruch auf die Klotür zu schreiben.“

 

Nils Koppruch – Caruso bei Flaming Youth (Silvia Maraun, 13.08.2010)

„… Weiterhin erschließen sich die Inhalte von „Caruso“ eher über das gefühlte Verstehen als über das tatsächliche Wort-für-Wort-Verständnis, was die Kategorisierung oder Beschreibung schwierig-diffus macht. In ‚Kirschen‘ oder ‚Die Aussicht‘ finden sich Hits, die unsere Generation auf ihren Mixtapes überdauern werden. „Caruso“ ist Liebe auf die ersten drei Zeilen; wer würde das schon hinterfragen.“

 

Nils Koppruch  – Caruso  beim Internetmusikmagazin Gaesteliste.de (Ulrich Maurer, 13.08.2010)

„Die Stücke sind relativ einfach gehalten, überraschen aber immer wieder mit wunderbaren Arrangements-Ideen und wo man mitsingen muss, wird entsprechend vorgegeben. (Gisbert zu Knyphausen z.B. bedankt sich hier mit einem Gastauftritt für Nils Unterstützung seiner eigenen Arbeit.) „Caruso“ (der übrigens tot ist) ist also ein Album, wie man es sich von Nils Koppruch sowieso gewünscht hätte. Was ein Glück, dass er es dann auch gemacht hat.

Gaesteliste wählt CARUSO außerdem zur Platte der Woche (KW 32/2010)

 

Die Lehre aus der Leere bei Frankfurter Allgemeine faz.net (Eric Pfeil, 13.08.2010)

„Doch sollte man seine Lakonie nicht mit Gleichgültigkeit oder Pointenheischerei verwechseln. Ähnlich wie bei Funny van Dannen, dem anderen großen Schulterzucker der hiesigen Liedermacherei, lauern hinter der lyrischen Pose Attitüde und Emphase. Die Spannung in Koppruchs Songs erwächst denn auch zwischen Gefühl und Erkenntnis auf der einen und der textlichen Umsetzung auf der anderen Seite. Und als wollte er klarmachen, dass auch Fatalismus nicht seine Geisteshaltung ist, wird er auch mal gallig: „Der Henker macht den Knoten und sagt: Möglich ist es nur, wenn man mich lässt“.

Americana, made in Hamburg im Hamburger Abendblatt (Thomas Andre, 13.08.2010)

„Koppruch-Kompositionen sind Lektionen in Demut, er orientiert sich an den großen Americana-Vorbildern. Und die malen die Wehmut mit sanften Strichen aufs Papier, das Leben heißt.“

“ … Die Dynamik und Power der nervösen Knyphausen-Kompositionen gehen denen Koppruchs übrigens ab – Americana ist halt ein anderer Sport. Und die Texte Koppruchs sind eher die eines Angekommenen, der die Vergeblichkeit allen Tuns und Seins akzeptiert hat und heiter und lässig kommentiert, was ihm da so im Alltag widerfährt, und selbst wenn der Liebeswahnsinn an die Tür klopft, bleibt er geschmeidig: …“

Nils Koppruch – Caruso bei jmc Das Onlinemagazin (Birk G., 13.08.2010)

Und weil´s möglich ist… bei Titel-Magazin.de (David Eisert, 12.08.2010)

“ … Und im Umgang mit der Sprache gehört der Musiker und bildende Künstler Koppruch zu den Großen im Lande. Das Leben, die Liebe mit all ihren Zwischentönen, Tücken und Fehlern bieten Inspiration genug für scheinbar mühelose Zeilen über das ‚Aufhören mit guten Gewissen’ (Hamburger Berg) oder das ‚Verrückt nach Liebe sein’ (Verrückte Liebe). Ich find’s großartig, freu mich auf die Konzerte im Spätsommer und mach zu Die Aussicht noch nen kleinen Stehtanz in der Diele.“

„Caruso“ von Nils Koppruch bei Hannoversche Allgemeine (Kristian Teetz, 10.08.2010)

„Nils Koppruch – Caruso“ bei stereopol (Nina, 06.08.2010)

„… Jetzt fast drei Jahre später steht „Caruso“ in den Startlöchern – wieder anders, noch großartiger. …“

 

Erdmöbel“, „Mutter“ und Nils Koppruch retten den deutschen Song bei Tip Berlin (Ulrike Rechel, 04.08.2010)

“ … Dort wo in den Texten von Kollegen wie Knyphausen letztlich Vertrauen in überkommene Lebensmodelle aufscheint, hält Koppruch das zerrupfte Fähnlein unbedingter Freiheit hoch. „Der Vogel singt nur, bis du nach ihm greifst“, singt er schelmisch zu den üppigen Akustik-Arrangements seiner neu formierten Band. Zwischen Lebensfeier und Totentanz liegen da oft nur ein paar Gitarrenbünde.“

„Das Piano hat mal wieder gesoffen …“ auf Kulturnews.de

„… Er spielt keine Hamburger Schule mehr, sondern gibt den exzellenten Singer/Songwriter, der unverhohlen mit dem Blues flirtet, als gäbe es kein Morgen nach dem Gestern; deutscher Alt.Country im Lambchop-Stil, den man in der Post-WM-Leere gut gebrauchen kann. …     Vieles macht der 45-Jährige sogar bessere als die Kollegen, trotz kleiner Aussetzer wie „Kirschen (Wenn der Sommer kommt)“, das etwas zu verkrampft eine Ohrwurmsingle sein will. …“

König der Fischer auf Plattentests.de (Oliver Ding, 23.07.2010)

„… Doch Koppruch hat das Vertrauen zur Zivilisation wiedergefunden. Der Zweitling wagt mehr Dur, mehr Groove, mehr Mehr. Diese Musik ist entschieden süffiger, und nicht nur der Vorabvideosingle „Kirschen (Wenn der Sommer kommt)“ scheint die Sonne aus dem Sitzfleisch. …Es sind diese versöhnten Gegensätzlichkeiten, die den Reiz von „Caruso“ ausmachen: Wohl und Wehe. Luft und Liebe. Country & Western und Rhythm & Blues. …“

Der ehemalige Fink-Kopf bleibt der grandiose Geschichtenerzähler, ein Flaneur der grauen Stimmung“ bei intro.de (Henrik Drüner, Juli 2010)

 

… die negativen:

„Mildes Nordlicht“  – Konzertbericht aus München im Titel-Magazin (David Eistert 18.09.2010)

Überfrachtet“ – Nils Koppruch und Band im Ampere,  Konzertkritik bei Sueddeutsche.de (Karin Janker, 14.09.2010)

 

Textlich hui, musikalsich pfui!  bei laut.de (Hannes Wesselkämper, 21.08.2010)

“ … das sind keine neuen Themen, doch Koppruch verpackt sie auf charmante Weise in Wörter, die sich selbst den nötigen Freiraum lassen. Diesen Freiraum gibt er sich jedoch in musikalischer Hinsicht nicht. Immer wieder der gleiche Schunkelrhythmus und auch das Zupfen der Gitarre variiert kaum. …

… Uninspirierter folkiger Alternative-Country sieht sich gewitzten Texten gegenüber. … „

 

  Nils Koppruch. Caruso „Als Band war er besser. …“ Der Tagesspiegel – Soundcheck (Kai Müller, 12.08.2010)

 

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